Basilika Maria Taferl

Wallfahrtsbasilika Maria Taferl

Wallfahrtslegende:

Der Taferlberg (443 m Seehöhe), der früher Auberg hieß, war als südlicher Ausläufer des Waldviertels bis in das 17. Jahrhundert stark bewaldet. An einer alten dürren Eiche hing eine Holztafel mit einem Kreuz und Darstellungen von Maria und Johannes, weshalb der Platz unter der Bezeichnung „beim Taferl“ bekannt war.

Neben dem Baum befand sich eine roh behauene Granitplatte, der sogenannte „Taferlstein“. Er ist heute östlich vor der Wallfahrtskirche aufgestellt, umrahmt von einer Balustrade aus dem Jahr 1736. Bis 1744 stand er im Inneren des Kirchenbaus beim Gnadenaltar.

Eng verbunden mit der Entstehung der Wallfahrt sind die Namen zweier Männer, des Viehhirten Thomas Pachmann und des Ortsvorstehers und Richters Alexander Schinagl, beide aus Kleinkrummnußbaum. Beide Männer wurden durch Gebete vor der Eiche, an der ein Holzkreuz und später ein Vesperbild angebracht war, auf wundersame Weise geheilt. Im Jahr 1642 wurde erwähnt, dass die Schar der Wallfahrer, die Aufgrund der Heilungen und Engelserscheinungen kamen, immer größer wurde.

Deshalb wurde am 4.April 1661 mit dem Bau der Kirche begonnen. Hofbaumeister Georg Gerstenbrand aus Wien entwarf den Plan. Der Baumeister des Stiftes Melk, Jakob Prandtauer, entwarf im Jahre 1707 die Kirchenkuppel. Die Fresken im Inneren der Kirche stammen von dem italienischen Barockmaler Antonio Beduzzi, zwei Altarbilder sind Werke von Martin Johann Schmidt, des "Kremser Schmidt".

Die Kerzenkapelle wurde 2005 errichtet, um eine Verrußung der Basilika zu vermeiden. Beim Eingang zur Kapelle stehen der Heilige Juda Thaddäus und Antonius von Padua. Die Schutzmantelmadonna in der Kerzenkapelle der Basilika Maria Taferl wurde vom Künstler Günther Mittendorfer aus Krems geschaffen. Weiters befindet sich ein Gedenkstein für "zu früh verstorbend Kinder" in der Kerzenkapelle.

Der neu angelegte Rosengarten soll ein Zeichen für das Jubeljahr 2010 setzen. Im über 100 Jahre lang trockenen Brunnen fließt heute zur Freude aller wieder Wasser.

Die Schatzkammer ist ein herrlich in buntem, volkstümlichem Barock ausgemalter Raum mit Fresken, die an der Decke Erscheinungen der Ursprungsgeschichte, an den Wänden aber wunderbare Heilungen und Rettungen darstellen. Die Schatzkammer der Wallfahrtskirche sowohl ein Ort des Aufbewahrens als auch ein Tresor des Glaubens.

Öffnungszeiten:
April - Oktober
täglich 10.30 - 16.30 Uhr
Sonn- und Feiertag, 9.30 - 16.30 Uhr

Kontakt

Basilika Maria Taferl
A-3672 Maria Taferl

Tel.: 07413/2780

www.basilika.at

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