Nationalpark Gesäuse

WANDERN IM NATIONALPARK GESÄUSE WANDERN IM NATIONALPARK GESÄUSE (HAGSPIEL-PHOTOGRAPHY)
WANDERN IM NATIONALPARK GESÄUSE
SCHNEE IN DER HOCHTORGRUPPE (ANDREAS HOLLINGER) SCHNEE IN DER HOCHTORGRUPPE (ANDREAS HOLLINGER)
SCHNEE IN DER HOCHTORGRUPPE (ANDREAS HOLLINGER)
DER KLEINE BUCHSTEIN (ERNST KREN) DER KLEINE BUCHSTEIN (ERNST KREN)
DER KLEINE BUCHSTEIN (ERNST KREN)
DER WEIDENDOM (HEINZ HUDELIST) DER WEIDENDOM (HEINZ HUDELIST)
DER WEIDENDOM (HEINZ HUDELIST)

Der Nationalpark Gesäuse

Im Reich von Fels und Wasser

Unmöglich scheint ein Durchgang durch das graue, zerklüftete Kalkgebirge und doch - aus dem sanften, breiten Talboden wird auf einmal eine wild zerklüftete Schlucht, ein enges und steiles Durchbruchstal, durch das sich die Enns mit urtümlicher Kraft ihren Weg bahnt. Es ist das weithin hörbare Sausen und Brausen des über die Felsen in die Tiefe stürzenden Flusses, welcher schließlich dieser Landschaft ihren Namen gegeben hat: das Gesäuse!

 

Steil über den tosenden Katarakten ragen die Gipfel der Ennstaler Alpen nahezu senkrecht in die Höhe, geschmückt mit undurchdringlichen Wäldern und sanften Almböden, durchbrochen nur von einzelnen Schotterrinnen und Lawinenstrichen. Hier, wo sich die Alpen noch einmal zu gewaltiger Größe auftürmen, bevor sie Richtung Norden in die sanfteren Formen der Voralpen übergehen, liegt der sechste und jüngste Nationalpark Österreichs: Der Nationalpark Gesäuse!

 

Nationalparkdirektor Herbert Wölger beschreibt die Landschaft des Nationalparks Gesäuse folgendermaßen: „Zwischen Admont - berühmt für das Benediktinerstift mit seiner weltgrößten Klosterbibliothek - und Hieflau - dem einstigen Zentrum der Eisenindustrie gelegen - umfasst der Nationalpark zur Zeit rund 11.300 Hektar. Eine ausgeprägte natürliche Dynamik, weithin unberührte Wälder sowie ein hoher Natürlichkeitsgrad im größten Teil des Gebirges mit zahlreichen endemischen Arten begründen die überregionale Bedeutung dieser Landschaft.

 

Bemerkenswert ist auch die hohe Reliefenergie des Geländes. Das Hochtor, mit 2.370 Metern der höchste Gipfel des Nationalparks, überragt den Talboden um fast 1.800 Meter mit scheinbar senkrecht aufsteigenden Felswänden. Kalke bilden hier schroffe, markante Gipfel, aber auch bizarre Landschaftselemente wie Felstürme, Karre oder ausgesetzte und messerscharfe Grate.“ Eine Besonderheit des Gebietes ist auch die Dolomit-Erosionslandschaft, wo durch die leichtere Verwitterung und Erosion des Gesteins ein besonders strukturreicher und mit zahlreichen Schuttrinnen durchzogener Lebensraum entstanden ist. Der Nationalpark weist eine außerordentliche Vielfalt an Biotoptypen auf.

 

Diese reichen von den Auwäldern des Talbodens über die montanen Fichten-TannenBuchenwälder bis zu alpinen Rasen, Schutthalden- und Felsspaltenvegetation. Eine Reihe alpiner Pflanzengesellschaften steigt in den felsigen Schluchten bis in die Montanstufe hinab. Arten des Hochgebirges treffen hier auf engstem Raum mit Arten der Tieflagen zusammen. Ein vorrangiges Ziel neben dem Erhalt und Schutz der Naturlandschaft ist die Vermittlung von Werten und die Sensibilisierung der Besucher/innen für die Idee des Nationalparkbegriffes. Mit hoch motivierten und umfassend ausgebildeten Nationalpark Rangern aus der Region, ansprechenden und erlebnisreichen Themenwegen, aber auch einem attraktiven Führungs- und Vortragsangebot möchte sich der Nationalpark Gesäuse in Zukunft als herausragendes Beispiel in der NaturUmweltvermittlung profilieren.

 

Nationalparkdirektor Wölger: „Es gilt nun die Chance zu nutzen, als Nationalpark durch eine konsequente und auf höchstem Niveau stehende Naturschutz- und Bildungsarbeit und als Modellregion mit einem einmaligen Natur- und Kulturraum ein harmonisches Zusammenspiel zwischen Naturschutz und Regionalentwicklung unter Beweis zu stellen.“

 

Weitere Information zum Nationalpark finden sie auf der Website des Nationalpark Gesäuse

VON DER LAUFERBAUER-BRÜCKE (ANDREAS HOLLINGER) VON DER LAUFERBAUER-BRÜCKE (ANDREAS HOLLINGER)
VON DER LAUFERBAUER-BRÜCKE (ANDREAS HOLLINGER)
WASSER IM GESÄUSE (POPP&HACKNER) WASSER IM GESÄUSE (POPP&HACKNER)
WASSER IM GESÄUSE (POPP&HACKNER)
DER GROSSE BUCHSTEIN (POPP u HACKNER) DER GROSSE BUCHSTEIN (POPP u HACKNER)
DER GROSSE BUCHSTEIN (POPP u HACKNER)
EISTRIFT IM GESÄUSE-EINGANG (ERNST KREN) EISTRIFT IM GESÄUSE-EINGANG (ERNST KREN)
EISTRIFT IM GESÄUSE-EINGANG (ERNST KREN)
VOLLMOND ÜBER DER HOCHTORGRUPPE (TONI KERSCHBAUMER) VOLLMOND ÜBER DER HOCHTORGRUPPE (TONI KERSCHBAUMER)
VOLLMOND ÜBER DER HOCHTORGRUPPE (TONI KERSCHBAUMER)

 

Fotos: © Nationalpark Gesäuse