3. Bezirk

3. Bezirk - Landstraße
Der 3. Bezirk Landstraße, entstand 1850 durch die Eingemeindung ehemaliger Vorstädte und liegt, nachdem sich die Grenzen noch einige Male verschoben hatten, sowohl außerhalb als auch innerhalb des Wiener Gürtels. Im Laufe der Jahre siedelten sich in der heutigen Reisnerstraße zahlreiche Botschaften an und in Erdberg entstand der Zentralviehmarkt mit seinen Stallungen. Noch bis heute sind im Bezirk Landstraße hauptsächlich die mittleren Bevölkerungsschichten angesiedelt, durch den Aufstieg von Handel und Industrie entwickelte er sich aber immer mehr zum Arbeiterbezirk.
Eine der wichtigsten Sehenswürdigkeiten im 3. Wiener Gemeindebezirk ist das Schloss Belvedere, in welchem der letzte Bundeskanzler der Ersten Republik, Kurt Schuschnigg, bis 1938 wohnte. 1668–1745 wurde die Schlossanlage im Barockstil errichtet. Am 15. Mai 1955 wurde im Oberen Belvedere der Österreichische Staatsvertrag unterzeichnet. Heute kann man dort die Sammlungen des Belvedere in der Galerie und Räumlichkeiten für Wechselausstellungen besichtigen.
Eine weitere wichtige Sehenswürdigkeit ist das Hundertwasserhaus, eine von 1983 bis 1985 erbaute Wohnhausanlage der Gemeinde Wien, die nicht der herkömmlichen Architektur entspricht, sondern sich vor allem durch seine unebenen Böden und üppige begrünung auszeichnet.
Im Bezirk Landstraße befindet sich weiteres das Arsenal, ein ehemaliger militärischer Gebäudekomplex, welcher vor allem während des zweiten Weltkrieges als Kaserne und Waffenfabrik diente.