Arnulf Rainer Museum

Arnulf Rainer Museum

Über das Museum
Das Arnulf Rainer Museum vereint ein architektonisches Juwel mit den Arbeiten des weltweit anerkannten zeitgenössischen Künstlers.

Der klar gegliederte Bau des Frauenbades von 1821, dessen Vorgeschichte bis zur Römerzeit dokumentiert ist, basiert auf einem Entwurf von Charles de Moreau, einem der führenden Architekten des französischen Klassizismus. Nach der Einstellung des Badebetriebes wurde das Haus bereits 1977 als überregionales Ausstellungszentrum mit einer Retrospektive Arnulf Rainers wieder öffentlich zugänglich gemacht. Bis zum Beginn der jüngsten Generalsanierung im Jahr 2006 folgten noch viel beachtete Präsentationen renommierter Künstler und thematische Ausstellungen zu Geschichte und Kultur Badens.

2009 wird das auf höchstem technischem und ästhetischem Niveau durch die Architekten Lottersberger-Messner-Dumpelnik adaptierte Arnulf Rainer Museum feierlich eröffnet. Die Stadt widmet dem 1929 in Baden geborenen Künstler in Zusammenarbeit mit dem Land Niederösterreich eine Institution, die sein vielschichtiges Oeuvre in exquisiten monographischen wie thematischen Ausstellungen zeigt. Arnulf Rainers Werk, das in den Sammlungen der größten Museen der Welt eine zentrale Rolle spielt, kann so dem regionalen wie internationalen Publikum mit Ausstellungen, Veranstaltungen und Publikationen umfassend vermittelt werden.

Arnulf Rainers kunsthistorische Bedeutung ist unwiderruflich. Er gilt als Begründer des Informel in Österreich; die in den 50er Jahren entwickelten ‚Übermalungen‘ machen ihn weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt und im internationalen Kollegenkreis berühmt. Seine intensive Suche nach neuen Wegen der Malerei und die stetige Entwicklung neuer künstlerischer Strategien, begleitet von performativen Arbeiten und umfangreichen Schriften, lassen Arnulf Rainer zu einem der einflussreichsten lebenden Künstler der Gegenwart werden.

Als Ausstellungskuratoren fungieren ausgewiesene Kenner des Werkes Arnulf Rainers - wie Reinhold Baumstark, ehemaliger Generaldirektor der Bayrischen Staatsgemäldesammlung; Jean-Michel Foray, vormals Kurator am Centre Georges Pompidou Paris; Helmut Friedel, Direktor des Lenbachhauses München; und Rudi Fuchs, ehemaliger Direktor des Stedelijk Museum Amsterdam, sowie künstlerischer Direktor der Documenta 7. Die Kuratoren werfen mit wissenschaftlicher Expertise detaillierte Blicke auf Arnulf Rainers Werk und kreieren Präsentationen, die über die Vermittlung des Oeuvres hinaus räumlich sinnliche Erlebnisse in Einheit von historischer Architektur und zeitgenössischer Kunst erzeugen.

Aktuelle Ausstellung

bis 18. April 2017

ARNULF RAINER. PINSELRAUSCH

TÄGLICH 10 - 17 UHR

Eine vierzig Jahre währende Freundschaft verbindet Rudi Fuchs mit Arnulf Rainer. Es ist ein wortloses einander Verstehen. Gemeinsam mit Maarten Bertheux, der ebenfalls bestens vertraut ist mit dem Werk Arnulf Rainers, realisiert Fuchs eine Ausstellung die uns mitnimmt in die Entwicklung von Arnulf Rainers künstlerischer Handschrift.

Ausganspunkt sind dabei Arnulf Rainers Hand- und Fingermalereien. Bereits auf der documenta 7 (1982) in Kassel war Rudi Fuchs zutiefst beeindruckt von den lockeren, verworrenen und verschwenderisch farbigen Formulierungen die sich dort im Werk Arnulf Rainers entfalteten. Nach den streng gemalten (oder gewischten) monochromen Übermalungen seiner künstlerischen Anfangsjahre, bahnte sich hier eine Erweiterung seiner bereits reichen, wandelbaren Handschrift an, die sich bis in aktuelle Bilder nachverfolgen lässt. Davon zeugt eine umfassende Auswahl an sehr jungen Arbeiten und Zeichnungen.

Alle Extreme der künstlerischen Ausdrucksweise zeigen sich in dieser jahrzehntelangen Entwicklung: von der Stille bis zum ohrenbetäubenden Lärm, dem burlesken Wischen gegenüber vorsichtiger Bedachtsamkeit. Die Formen sind oft dünn, streifig, sie erinnern an Schlangen und Spinnennetze, verschlungen und verwoben.

„Die Bilder machen deutlich, dass es etwas Aktives, Physisches ist, sie zu malen, hektisch, rasend,  manchmal jedoch auch ausgeführt in einem Zustand mystischer Ergebenheit; doch am Ende versiegt die tätige Kraft, und das Bild bleibt, wie es ist, allein, sich selbst überlassen“. (Rudi Fuchs, 1999)

Öffnungszeiten

TÄGLICH von 10.00 bis 17.00 Uhr

Führungen

Sa, So und Feiertage 15.00 Uhr

Reportage vom 8.03.2017

Bildergalerie

Kontakt

Arnulf Rainer Museum
Josefsplatz 5
2500 Baden

http://www.arnulf-rainer-museum.at

Telefon: +43 (0) 2252 209196 12

icon-facebookicon-twitter