Stift Seitenstetten

Stift Seitenstetten – der Vierkanter Gottes

Eingebettet in die mit Birnbäumen üppig bestückte, hügelige Mostviertler Landschaft, prägt das Stift Seitenstetten seit Jahrhunderten Menschen, Natur und Kultur. Kunst, Kultur, Natur & Kulinarik zeigen im Stift Seitenstetten ein harmonisches Miteinander. Der „Vierkanter Gottes“ wie das Kloster landläufig genannt wird beeindruckt mit seinen barocken Kunstschätzen, der einzigartigen Galerie und dem Historischen Hofgarten. Entspannung und Genuss bietet der Landgasthof Stiftsmeierhof.

Pilgern – Entspannen - Leben

Seit über 900 Jahren wirken Mönche im Stift Seitenstetten und machen den „Vierkanter Gottes“ zu einem spirituellen und wirtschaftlichen Zentrum der Region. Das Kloster liegt auf wichtigen Pilger- und Wallfahrtswegen zum Sonntagberg und Mariazell und fungiert als Pilgerzentrum. Auch das Stift selbst zieht seit jeher Pilger und Wallfahrer an. Jetzt auch vermehrt Menschen, die eine Auszeit aus dem Stress des Alltags nehmen wollen. Aus Anlass des Jubiläums zeigt das Stift vom 21. April bis 31. Oktober die Ausstellung „Wallfahren & Pilgern – Wege zum Leben“. Kernthemen der Ausstellung sind die Geschichte des Pilgerns und das 400-Jahr Jubiläum des zum Stift gehörigen Wallfahrtsortes Sonntagberg“ Stift Seitenstetten beherbergt eine Reihe von bedeutenden Kunstschätzen. Den Marmorsaal und die Bibliothek zieren Deckenfresken von Paul Troger. Ein Deckenfresko von Bartolomeo Altomonte befindet sich über der Abteistiege. Das Sommerrefektorium schmücken 19 Bilder von Kremser Schmidt, dem bedeutendsten österreichischen Barockmaler.

Wo Kunst gesammelt und gepflegt wird: Galerie Stift Seitenstetten

In der Stiftsgalerie befindet sich eine der bedeutendsten Privatsammlungen Österreichs. Neben Klassikern aus dem Barock über selten gesehene Werke von Albert Dürrer sind auch Werke zeitgenössischer Künstler wie Maria Lassnig, Werner Berg und Fritz Wotruba zu bewundern.

Seitenstetten – Urlaub und Entspannung im Herzen des Mostviertels

Seitenstetten ist ein Zentrum für Rad- und Wanderfreunde. Ausgedehnte, gut beschilderte Strecken führen in unterschiedlichen Ausprägungen durch die mostviertler Landschaft. Der Rosenweg – ein neuer Themenweg - bietet auch als Rätselwanderweg für Kinder viele Highlights.

Schätze & Geheimnisse

Besonderes Augenmerk verdienen jene Bereiche die im Rahmen von Stiftsführungen gezeigt werden: Das Sommerrefektorium, ein prunkvoller Speisesaal mit beeindruckenden Fresken sowie die Schatzkammer, die wertvolle Messgewänder und Kelche beherbergt.

Von Blütenpracht & Rosenzauber: Barocker Hofgarten Stift Seitenstetten

Im barocken Hofgarten blühen über 110 verschiedene Arten historischer Rosen. Vor allem ist der Garten ein abwechslungsreich und liebevoll gepflegt Ort der Ruhe und Entspannung. Bänke und das Rosenkranzlabyrinth laden zum Verweilen und Ruhen ein. Neben einer Vielzahl an Blumen, Bäumen und Sträuchern gedeihen hier auch viele Heil- und Küchenkräuter. In der Stiftsbrennerei hergestellte Brände und Liköre gibt es im stiftseigenen Hofladen zu kaufen. Tee aus dem Klostergarten und Kräutersalze locken Kenner und Liebhaber nach Seitenstetten.

Der Historische Hofgarten Stift Seitenstetten

Natur-Eldorado & Entspannungs-Idyll

Das Benediktinerstift Seitenstetten ist seit langem ein Treffpunkt für Liebhaber von Natur, Kunst und Kultur. Neben der Architektur und den Kunstschätzen ist vor allem der Historische Hofgarten ein Anziehungspunkt. Der in den 80er Jahren des letzten Jahrhunderts revitalisierte Barockgarten beheimatet heute eine Fülle von Attraktionen, Themengärten und Entspannungsbereichen.
Der Historische Hofgarten steht mit einer Reihe von Veranstaltungen im Zentrum des Interesses.

Der Historische Hofgarten im Detail:
Die ersten Darstellungen des umschlossenen Hofgartens im Stift Seitenstetten stammen aus dem Barock. Zeugnis jener Zeit sind die schützende Gartenmauer, das schmiedeeiserne Eingangstor, die lange Mittelachse, die beiden Brunnen und Sandsteinvasen. Die Millenniumsfeiern des Jahres 1996 waren Anlass, eine Revitalisierung der Anlage in Angriff zu nehmen.

Erinnerung an Vergangenes

Der Kräutergarten erinnert an die mittelalterliche Tradition der Klostergärten. Die zentralen Rasenflächen rund um den großen Brunnen sind eine schlichte Version des ehemaligen Barock-Parterres. Der Eingangsbereich ist in Anlehnung an die Landschaftsgärten des 19. Jahrhunderts als Wiesenfläche mit Gruppen von Ziergehölzen gestaltet. Ein neuer Gartenteil schlägt die Brücke zur Gegenwart und gibt einer Sammlung historischer Rosen Raum.

Kraut und Rüben

Der Nutzgarten im hinteren Gartenbereich liefert Obst und Gemüse. Salat und Zwiebel, Kraut und Rüben, Küchenkräuter und Schnittblumen werden von hier aus direkt an die Klosterküche geliefert. Das Gewächshaus wurde Anfang des 19. Jahrhunderts erbaut, es bietet den Kübelpflanzen ein ideales Winterquartier und dient der Anzucht von Jungpflanzen.

Aus dem Klostergarten

In Handarbeit werden Kräuter und Blüten getrocknet, zu Tee verarbeitet und im Klosterladen des Stiftes verkauft. Ebenso gibt es hier das beliebte Kräutersalz, Rosenmarmelade und Trockenfrüchte. Aus den Früchten des Gartens werden auch Edelbrände und Liköre erzeugt. Diese Erzeugnisse wurden mehrfach prämiert und ausgezeichnet. Verarbeitet werden Zwetschken, Quitten, Holunder, Dirndlfrüchte und sogar Rosen.

Ehrenamtliche Helfer

Oft arbeiten freiwillige Helfer als Klostergäste auf Zeit im Garten mit. „Es ist immer wieder berührend, wie die Gartenarbeit rastlose Gemüter beruhigt“, so Gärtnermeisterin Andrea Stejskal, Leiterin des Hofgartens Seitenstetten. „Wir dürfen dabei sein, wenn Menschen wieder Boden unter die Füße bekommen, weil ihr Puls beim Unkrautjäten oder Kräuterernten von Tag zu Tag langsamer schlägt. Sie kehren dann mit rauen Händen, aber glatter Seele wieder in ihren Alltag zurück.“

Einkehr und Rast

Abends schlendern die Mönche des Stiftes plaudernd durch den Garten. Treuester Gartenbesucher ist Alt-Abt Berthold Heigl, der sich nur selten davon abhalten lässt, seinem Garten „Gute Nacht“ zu sagen. Der Historische Hofgarten soll heute noch mehr als früher in seiner ursprünglichen Bestimmung als Klostergarten erfahren werden – als Ort des Innehaltens. Eine spezielle Einladung dazu ist das Rosenkranz-Labyrinth. Jeweils zehn rosa blühende Beet Rosen stehen für die „Ave Maria“-, geschnittene Buchskugelformen markieren die „Vater Unser“-Gebete.

Gottes Garten

Teile des Nutzgartens wurden zu lauschigen Séparées im Grünen umgestaltet – zu einem Plauder-, Jausen-, Urlaubs- und Mittelaltergarten. Unter zwei mächtigen Eiben entstand die Kapelle unter freiem Himmel. „Für mich persönlich führt der direkteste Weg zu Gott über die Natur“, beschreibt Andrea Stejskal ihren Zugang als Gärtnerin. „Die Perfektion, Schönheit und Komplexität selbst des kleinsten Pflänzchens lassen keinen Zweifel an einer höheren Planung zu.“

Bildergalerie

Öffnungszeiten Stift Seitenstetten

Samstag 1. April bis 31. Oktober 2017
täglich: 9:00 - 12:00 bis 13:00 bis 17:00

Genießen und Feiern – himmlisch bodenständig

Der Landgasthof Stiftsmeierhof verwöhnt seine Gäste „himmlisch bodenständig“ mit ausgewählten regionalen Schmankerl. Hochzeiten,  Sommerkino und Konzerte bieten ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm. Werfen Sie einen Blick auf den Veranstaltungskalender http://www.stift-seitenstetten.at/events/

Der Historische Hofgarten lädt ein zum Entspannen, Flanieren und Kennenlernen von Kräutern und Rosen; Raritäten gibt’s gleich zum Mitnehmen im Gartenshop.

Reportage vom 8.03.2017

Kontakt

Benediktinerstift Seitenstetten
Am Klosterberg 1
3353 Seitenstetten

http://www.stift-seitenstetten.at

Telefon: +43 (0) 7477 423 00 – 0