Landesmuseum Niederösterreich

Landesmuseum Niederösterreich

Museum & Zoo – ständige Präsentationen zu Niederösterreich & spezielle Themen  – auf einzigartige Weise vereint das Landesmuseum die drei großen Themen Geschichte, Natur und Kunst und malt so ein umfassendes Bild des gesamten Bundeslandes.

Das Landesmuseum Niederösterreich wurde von Hans Hollein erbaut um im November 2002 feierlich eröffnet. Sieben Jahre später, 2009, war die zweite Ausbaustufe (Architektenteam rataplan) fertig. Hier kam es zu einer Erweiterung der Ausstellungsfläche mit einem 300m² großen Raum, der von nun an für Geschichtssonderausstellungen genutzt wird. Und auch der Servicebereich wurde um den kulinarischen Treffpunkt „Pan Pan“ erweitert und bietet nun die Möglichkeit den Museumsbesuch mit einem kleineren oder größeren Leckerbissen ausklingen zu lassen.
Ein wesentlicher Aspekt des Landesmuseums ist die inhaltliche und architektonisch-räumliche Verbindung der drei Kernbereich: Geschichte, Kunst und Natur.

Neben vielen lebenden Tieren in Aquarien und Terrarien, bildet der Naturbereich die vielfältigen Landschaftsformen des Bundeslandes ab, von der alpinen Region bis zum Tiefland. Die Vielfalt des Landes kann entlang eines Weges, der vom Hochgebirge bis sogar unter die Erde in eine Schauhöhle erwandert werden. Einen Überblick über das Kunstgeschehen vom Mittelalter bis in die 1960er Jahre zeigt die Dauerpräsentation zu Kunst mit einem Schwerpunkt auf unser Bundesland Niederösterreich.

Öffnungszeiten

Di.-So. 9.00-17.00 Uhr; Mo. (mit Ausnahme von Feiertagen) geschlossen
Freier Eintritt mit der Niederösterreich-CARD!

Ausstellungen 2017

Gewaltig! Extreme Naturereignisse

12. März 2017  bis 11. Februar 2018

Die Ausstellung will erklären, wie es überhaupt zu derartigen Naturgewalten kommt. Es wird ein Bogen von historischen Ereignissen zur Gegenwart gespannt.

Werden Menschen mit Naturereignissen wie Erdbeben, Sturm, Hagel und Hochwasser konfrontiert, reagieren sie meist überaus emotional. In Zusammenhang mit Begriffen wie Klimaveränderung und Erderwärmung wird dabei nicht selten die Meinung vertreten, dass derartige Ereignisse in den letzten Jahrzehnten häufiger auftreten und größere Schäden anrichten würden als in der Vergangenheit. Angesichts der häufigen Hochwasserereignisse an der Donau in den letzten 15 Jahren, der Schäden durch den Hurrikan Katrina 2005, den Orkan Kyrill in Europa im Jahr 2007, der Tsunami Katastrophe im Indischen Ozean 2004 und zahlreicher Erdbeben wird dieser Eindruck durchaus verständlich. Solche Ereignisse prägen sich –zumindest für eine Generation – ins Gedächtnis der Menschen ein.

Nur allzu oft wird dabei vergessen, dass Naturgewalten auch in der Vergangenheit im Leben des Menschen von Bedeutung waren und wohl auch in Zukunft sein werden. Die Ausstellung im Museum Niederösterreich will daher einerseits erklären, wie es überhaupt zu derartigen Naturgewalten kommt. Wie entstehen Erdbeben? Was sind die Ursachen für Bergstürze? Warum kommt es zu Hochwässern und wie entstehen Eisstösse? Andererseits soll ein Bogen von historischen Ereignissen zur Gegenwart gespannt werden, wobei auch Grundlagenforschung, wie z.B. im CONRAD Observatorium am Trafelberg in Niederösterreich, soziale und ökonomische Aspekte sowie die Rezeption der Ereignisse in der Malerei, Literatur und Musik Thema sind.

Die umkämpfte Republik

10. September 2017  24. März 2019

Die Dauerausstellung des Hauses der Geschichte wird anlassbezogen immer wieder mit Wechsel-, und Schwerpunktausstellungen ergänzt. Aus Anlass 100 Jahre Republik widmet sich die erste Schwerpunktausstellung der spannenden Geschichte Österreichs in der Zwischenkriegszeit, von der Republikgründung 1918 bis zum „Anschluss“ 1938.

Auf rund 550 m² Ausstellungsfläche erwartet die BesucherInnen eine spannend inszenierte Schau. Sie spannt den Bogen von der Innenpolitik über die wirtschaftlichen und sozialen Verhältnisse bis zur Außenpolitik.
Die massiven, ideologisch motivierten Gegensätze zwischen den politischen Lagern, die Unfähigkeit zu Kompromissen der politischen Eliten, die tiefe Spaltung der Bevölkerung, die hohe Arbeitslosigkeit und Verarmung breiter Schichten, führten zu einer Radikalisierung der Gesellschaft. Die Bereitschaft, politische Konflikte durch Gewalt zu lösen, war in allen drei politischen Lagern präsent. Heimwehren, Republikanischer Schutzbund und Staatsmacht standen sich in einem latenten Bürgerkrieg gegenüber. 1933 beseitigte Bundeskanzler Engelbert Dollfuß die Demokratie, der Bürgerkrieg im Februar 1934 entzweite das Land vollends, im Juli 1934 wurde Dollfuß von Nationalsozialisten ermordet. Die Errichtung des autoritären Ständestaates war das österreichische Modell einer Faschisierung Zentraleuropas (ausgenommen die Tschechoslowakei und die Schweiz).

Breiten Raum wird die Darstellung der sozialen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen einnehmen. Anhand noch nie gezeigter Objekte aus den Landessammlungen und einer Sammelaktion werden Phänomene wie Massenarmut und Massenarbeitslosigkeit in ihren politischen und sozialen Auswirkungen begreifbar. Die ökonomischen Katastrophen dieser Zeit, vom Zerfall des zentraleuropäischen Wirtschaftsraums der k.u.k.-Monarchie bis zur Weltwirtschaftskrise, aber auch die Jahre der wirtschaftlichen Erholung, werden mit Exponaten aus dem Alltag der Menschen eindrucksvoll illustriert.

Das dritte wichtige Themenfeld bildet die Außenpolitik Österreichs bzw. das Einwirken äußerer Faktoren auf den schwachen Kleinstaat im Zentrum Europas. Hier werden vor allem die Rolle des faschistischen Italien und der Druck Hitler-Deutschlands im Zentrum des Interesses stehen.
Nur von einem kleinen Teil der Bevölkerung getragen, erwies sich das autoritäre System gegenüber NS-Deutschland und den illegalen Nationalsozialisten im eigenen Land als zu schwach. „Der Anschluss“ 1938 an das Deutsche Reich erfolgte ohne militärischen Widerstand unter enormen Druck von außen und von innen.

Bildergalerie

Dauerausstellung Natur

Der naturkundliche Bereich des Landesmuseums Niederösterreich zeigt die Vielfalt der niederösterreichischen Lebensräume und streicht Besonderheiten der Region heraus. Das Landesmuseum Niederösterreich ist auch gleichzeitig Zoo mit lebenden Fische, Amphibien und Reptilien in riesigen Aquarien und Terrarien.

Dauerausstellung Kunst

Das Landesmuseum Niederösterreich präsentiert in seiner Kunstsammlung Werke vom Mittelalter bis zur Moderne. Unterteilt in Mittelalter bis Barock, Waldmüller bis Schiele und Kokoschka.

Dauerausstellung Geschichte

Im Museumslabor und im Leopoldgang können BesucherInnen ihren Weg in die Geschichte selbst wählen. An den Terminals eröffnen sich zwei Zugänge zum "Gedächtnis des Landes".

Reportage vom 29.03.2016

Kontakt

Landesmuseum Niederösterreich
Kulturbezirk 5
3100 St. Pölten

http://www.landesmuseum.net/de

Telefon: 02742/90 80 90