Steirisches Feuerwehrmuseum

Steirisches Feuerwehrmuseum

Feuerwehr und Kunst

Eine "explosive" Mischung im Steirischen Feuerwehrmuseum Groß-St. Florian

Die ständige Sammlung des Feuerwehrmuseums besteht natürlich in der Dokumentation der Geschichte und Entwicklung der steirischen Feuerwehr. In einem Raum findet sich eine Römmersammlung mit Funden aus Grünau.

1997 wurde die Museumsgalerie mit der Idee eröffnet, heimischen Künstlern ein Forum und dem Museum ein zweites Standbein zu schaffen. Doch mit der Ausstellung "Rot in der Russischen Kunst", die Meisterwerke aus dem berühmten Staatlichen Museum St. Petersburg im Wert von über 50 Millionen Euro zeigte, strömten über 20.000 Besucher in 3 Monaten in das Museum und warfen alle bisherigen Konzepte über den Haufen. Damit war die explosive Mischung "Feuerwehr und Kunst" geboren, die das Museum auch über die Grenzen der Steiermark hinaus bekannt gemacht haben. 

Entsteht nicht alles aus dem Feuer?

Aus dem uranfänglichen Chaos der Blitz, nach einer dunklen Nacht der erste Sonnenstrahl: Feuer ist Leben, Energie, Wärme, Licht. Feuer nährt die Liebenden, Feuer schürt die Begeisterung, Feuer entfacht die Kreativität. Aber Feuer ist auch Zerstörung, es verzehrt und vernichtet.

Im Steirischen Feuerwehrmuseum begegnen einander die das Feuer bekämpfende Feuerwehr und die vom Feuer inspirierte Kunst. Feuerwehr und Kunst, beides ist spannend und bewegend, technisch und phantastisch, heroisch und wegweisend.

Sonderausstellungen 2017

Der Bereichsfeuerwehrverband Weiz im Wandel der Zeit

Eröffnung am Freitag, 17. März 2017, um 19.00 Uhr
18. März bis 29. Oktober 2017

Mit der Gründung der Bezirksverbände wurde der Informationsfluss vom Landesverband zu den Feuerwehren und umgekehrt wesentlich erleichtert. 

Am 27. November 1887 fand "der erste Bezirksfeuerwehrtag in Weiz" mit den Feuerwehren aus Gleisdorf, Passail und Weiz statt. Unter Anwesenheit von Landesverbandobmann Alois Hueber wird Ludwig Schlacher von der Feuerwehr Weiz zum ersten "Obmann des Feuerwehrbezirks Weiz" gewählt. 

1893 wird der Feuerwehrbezirk Weiz in den Bezirks Weiz und Gleisdorf aufgeteilt. 1902 wurde die Ausscheidung der Wehren Anger, Pirkfeld, Fischbach und Stubenberg aus dem Feuerwehrbezirk Weiz und Aufstellung eines neues Bezirkes mit den drei erstgenannten Feuerwehren in Pirkfeld beschlossen. Die FF Stubenberg wurde dem Feuerwehrbezirk Pöllau bei Hartberg zugewiesen. 
Nach 1945 wurden die drei Feuerwehrbezirke aufgelöst und wieder zum Feuerwehrbezirk Weiz zusammen gefasst und in Abschnitte unterteilt. 

Die Schwerpunkte der Ausstellung liegen u.a. auf der Entwicklung der Bezirksgeräte des Bereichsfeuerwehrverbandes Weiz und der Florianistation Weiz, da Weiz einer der ersten Bezirke war, der eine eigene Feuerwehrnotrufzentrale hatte. 

Eine Sonderausstellung in Kooperation mit dem BFV Weiz.

Werner Berg - Mensch und Landschaft

Eröffnung am Freitag, 16. Juni 2017, um 19.00 Uhr
17. Juni bis 27. August 2017

"Werner Berg hat ein Leben land Bilder gemalt und Holzschnitte geschaffen. In beiden Techniken verfolgte er ein Ziel: die Wirklichkeit vereinfacht, reduziert, komprimiert wiederzugeben und dabei ihrem Wesen nahezukommen (...)"
Wieland Schmied
                      
Erstmalig geht das Steirische Feuerwehrmuseum Kunst & Kultur mit dem Werner Berg Museum Bleiburg eine länderübergreifende künstlerische Kooperation ein. In der Sommerausstellung 2017 wurde das umfassende Gesamtwerk des in Kärnten wirkenden Künstlers Werner Berg (1904-1981) in der Steiermark präsentiert. 

Der Maler Werner Berg, der aus den Konflikten seiner Zeit zu entkommen hoffte, war sein ganzes Leben auf der Suche nach einem Lebensmodell nahe der einfachen Dinge und natürlichen Prozesse. Dies fand er in einem Landstrich an der Grenze des deutschen Sprachraums, der ihm zur Heimat wurde.

Zurück gezogen führte er dort ein Leben, eingebunden in den Jahreslauf mit seinem harten Alltag und den lebensbejahenden Festen, aber immer aus der Distanz des zugewanderten Beobachters. Die alten Traditionen der slowenischen Landbevölkerung, der so genannten Windischen, vor allem zogen ihn magisch an. In diesem Randbezirk des alten Europa, dem Kärntner Unterland, fand Werner Berg Bilder einer unverbrauchten Welt, die sein künstlerisches Werk so charakteristisch prägen sollten. 
Werner Berg ging dort seinen künstlerisch unverwechselbaren Weg, auf der Suche nach dem Gegenstand, der zuvor radikal aus der Malerei verbannt worden war.

Das Bewusstsein, in einer dahin schwindenden Welt zu leben, in der alles schnell zu unwiderbringlicher Vernunft wird, ließ ihn schließlich zum Bewahrer werden, um Landschaft und Mensch im Bild lebendig zu erhalten. "Nicht selten reiße ich die Augen auf vor Staunen, dass diese archaisch große Form und mythenhafte Versunkenheit wirklich sind, Wirklichkeit unserer Tage und nichts fern Beschworenes oder museal Konserviertes," meinte Werner Berg. 

In seiner eigenen Form- und Farbsprache schuf Werner Berg ein melancholisches Menschenbild, das gerade in der heutigen Zeit der Globaisierung für eine andere, verlorene Welt steht.

feuerKULTfeuerwehr
Die Feuerwehr als Kulturträger in den Dörfern, Märkten und Städten

Eröffnung am Samstag, 09. September 2017, um 16.00 Uhr
10. September bis 29. Oktober 2017

Seit Aristoteles ist uns der Gedanke vertraut, den Menschen als "zoon politikon", als geselliges Wesen, zu betrachten. Menschliches Leben ist erst in der Gemeinschaft möglich und vorstellbar. 

Die Bedeutung der Freiwilligen Feuerwehr ist nach dem Verlust von dörflichen Strukturen gewachsen. Die von der Freiwilligen Feuerwehr entwickelte eigene Kultur manifestiert sich nach außen hin in Fahnen, Uniformen, Abzeichen und anderen Symbolen. Diese sind sowohl für die Identifikation der Mitglieder mit ihrer Organsation als auch für das Auftreten in der Öffentlichkeit von Bedeutung. In dieser Orientierungen nach innen und nach außen ist die Freiwillige Feuerwehr Träger einer soziologisch bedingten zeittypischen Volkskultur. 

In nahezu alle Freiwilligen Feuerwehren haben gleich nach deren Gründung verschiedenstes Aktivitäten im kulturellen Bereich gesetzt. Gründe dafür waren in erster Linie die Beschaffung der zum Erwerb der Ausrüstung benötigten finanziellen Mittel, aber auch Tradition und politische Verpflichtung. 

Die Ausstellung soll einen Einblick in das vielfältige Schaffen der Feuerwehren als Kulturträger geben, das in vielen Gemeiende noch in der Gegenwart anhält. 

Bildergalerie

Öffnungszeiten:

17. März - 29. Oktober 2017
Di - So, 10.00 bis 17.00 Uhr

Eintrittspreise

Regulär 7,00€ 

Ermäßigung 5,50€ 
Kinder bis 15 Jahre 
Studenten / Senioren 
Feuerwehrmitglieder / AK-Mitglieder
Inhaber des steirischen Radpasses
Alumni-Mitglieder / ÖKB-Mitglieder
Südweststeirische Bonus-Card
Gruppen

Reportage vom 3.07.2017

Kontakt

Steirisches Feuerwehrmuseum
Marktstraße 1
8522 Groß St. Florian

http://www.feuerwehrmuseum.at

Telefon: +43 3464 8820

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