Gasteinertal

Gasteinertal
Für Gipfelstürmer, Pistenfans und Kulturliebhaber

Text: Silvie Bergant

Hochwirksame Heilquellen – Gesundheitstourismus mit langer Tradition

Wer nach einer kurvigen Fahrt und mehreren Tunneln das Gasteinertal im Salzburger Land erreicht, dem eröffnet sich eine eindrucksvolle und spektakuläre Bergkulisse am Fuße der Hohen Tauern. Es ist das größte Seitental der Salzach und eine der traditionsreichsten Urlaubsregionen in Österreich. Die Blütezeit erlebte das Tal schon im 16. Jahrhundert, als Menschen von weit her kamen, um hier Bäder zu nehmen, die ihre Leiden heilen sollten. Bad Gastein entwickelte sich als mondäner Kurort der Reichen und Schönen, der Berühmten und Künstler. Illustre Gäste wie Kaiser Franz Josef I. und Kaiserin Elisabeth, Fürst Bismarck, Franz Grillparzer, Franz Schubert, Arthur Schopenhauer, Thomas Mann und Gustav Klimt kamen zur Gasteiner Kur oder zur Entspannung und verschafften dem Tal den Ruf eines modernen Weltbades. Ein ganz besonderer Bodenschatz macht Gastein so einzigartig: Das Edelgas Radon. Bereits im Mittelalter als heilend bekannt, wird dieses heute in ausgefeilten Kuren und mit hoher medizinischer Wirksamkeit genutzt. Radon regt den Zellreparatur-Mechanismus an, heilende und entzündungshemmende Botenstoffe werden gefördert. Im weltweit einzigartigen Klima des Gasteiner Heilstollens wurde früher nach Gold gegraben. Heute verhilft dort das Zusammenspiel aus Radon, Wärme und Luftfeuchtigkeit zu einer lang anhaltenden Schmerzlinderung bei Menschen mit Rheuma und Gelenkserkrankungen. Mit den großen Thermen – der Felsentherme in Bad Gastein und der Alpentherme in Bad Hofgastein – hat sich das Gasteinertal zum modernen Wellness- und Gesundheitszentrum etabliert.

Aber freilich kommt
man nicht nur der Kur wegen hier her.

Gastein im Winter bedeutet unbeschwerte Schneeseligkeit für Skifahrer und Snowboarder. Die drei Orte des Tales – Dorfgastein, Bad Hofgastein und Bad Gastein – teilen sich mehrere Skigebiete. Satte 212 Pistenkilometer lassen jedes Wintersportherz höher schlagen. Dorfgastein hat sich seinen ursprünglichen Dorfcharakter erhalten können und punktet vor allem bei Familien mit Gastfreundlichkeit, Brauchtum und Tradition. Im Skigebiet Dorfgastein/Großarl verbindet das Fulseck Gastein mit dem benachbarten Großarltal. Rustikale Skihütten laden zur Stärkung und zum Verweilen ein.
In der Mitte ist das Gasteinertal am breitesten und auch am sonnigsten. Hier liegt Bad Hofgastein, der größte Ort des Tales. Neben Fußgängerzone, Hotels, Restaurants, Shops und dem Kurpark, ist die Alpentherme mitten im Zentrum zu finden. Eine Standseil- und eine Hochseilbahn führen direkt auf die Schloss-alm hinauf. Das Skigebiet Schlossalm/Angertal/Stubnerkogel ist das größte, zusammenhängende Skigebiet im Gasteinertal. Das moderne Skizentrum Angertal verbindet die Schlossalm mit dem Bad Gasteiner Schneerevier Stubnerkogel.

Bad Gastein mit seinen Belle Époque-Hoteltürmen und dem Casino wird auch gerne das „Monte Carlo der Alpen“ genannt und fügt sich harmonisch in den Berghang ein. Charakteristisches Bild ist der einzigartige Wasserfall mitten im Ortszentrum. Es weht hier jedoch eine leicht morbide Stimmung, aufgrund der im Verfall begriffenen historischen Bauten. So wartet Bad Gastein gespannt darauf, ob und welche Investitionen Besitzer Philippe Duval nach dem Tod seines Vaters tätigen wird. Von einer Skiarena namens „Gasteins“ ist die Rede, Glauben schenken will man den Duval-Plänen aber erst, wenn nach vielen Jahren der Untätigkeit endlich Taten folgen. Bad Gastein ist bei skandinavischen Touristen äußerst beliebt, was ein sehr lebendiges Nachtleben mit sich bringt. Direkt vom Bahnhof Bad Gastein aus erreicht man die Stubnerkogelbahn, der Geheimtipp der Einheimischen bei überfüllten Pisten in der Hochsaison ist aber der Graukogel. Höchstes und schneesicherstes Skigebiet des Gasteinertals ist Sportgastein. Das hochalpine Skigebiet liegt am Talschluss und ist über eine kurvige Mautstraße zu erreichen.

Die Fahrt lohnt sich allemal, denn der Kreuzkogel (2686 Meter) bietet herrliche, perfekt präparierte Pisten und traumhafte Tiefschneehänge, die das Prädikat „freeride deluxe“ verdienen. Die Aussicht ist einmalig: Richtung Norden sieht man den Hochkönig, das Tennengebirge und den Dachstein, Richtung Westen ragt der Großglockner in den strahlend blauen Winterhimmel empor. Ein wahres Hochgefühl bereitet Sportgastein auch allen Langläufern und Spaziergängern. Inmitten des Nationalparks Hohe Tauern ist der Skiliftanlage und dem Parkplatz. Zu finden sind einige Almen, kilometerlange Spazierwege und Langlaufloipen, die durch eine idyllische Winterlandschaft führen.

Bernhard Gruber, Nordischer Kombinierer und 2-facher Vizeweltmeister:

„Sportgastein als Langlaufgebiet ist eines der schönsten Gebiete der Welt. Man findet selten ein Gebiet, in dem man Skifahren und Langlaufen gleichzeitig kann, das in einer solchen Höhe liegt und in dem man von November bis April oder Anfang Mai Langlaufen und Skifahren kann. Sportgastein ist Winterparadies pur und auch zum Trainieren genial. Ich fühle mich dort absolut wohl.“

Neben Skifahren, Snowboarden und Langlaufen kommt man im Gasteinertal aber auch abseits vom Pistentrubel auf seine Kosten. Über 100 Kilometer präparierte Winterwanderwege laden zu ausgedehnten Spaziergängen ein, bei Schneeschuhwanderungen erlebt man die tiefverschneite Natur und eine Pferdekutschenfahrt durch den Wald scheint wie ein Märchen zu sein.
Eispickel und Steigeisen – Spektakuläre Events
En vogue ist Gastein auch bei Eiskletterern, die hier beste Bedingungen, eine ausgezeichnete Eisqualität und Routen unterschiedlichster Schwierigkeitsgrade vorfinden. Dass diese Sportart neuerdings auch große Publikumswirkung hat, zeigt sich bei dem spektakulären Event „Urban Ice“, das heuer am 7. Februar zum dritten Mal stattfindet. Dafür holt Bad Gastein die Eiskletterarena mitten ins Ortszentrum. Auf der perfekt in Szene gesetzten Spielwiese inmitten der Winterlandschaft und vor über 1.000 Zuschauern liefern sich die Eiskletterer – zum Teil Routiniers, zum Teil junge Talente – spannende Duelle. Dem Publikum wird ein Kletterspektakel der höchsten Klasse geboten, das einem mehrmals den Atem stocken lässt. Nach der einmaligen Stimmung und dem großen Erfolg in den Vorjahren, freut sich das Organisationsteam bereits auf Urban Ice 3.0.

Eispickel und Steigeisen – Spektakuläre Events
En vogue ist Gastein auch bei Eiskletterern, die hier beste Bedingungen, eine ausgezeichnete Eisqualität und Routen unterschiedlichster Schwierigkeitsgrade vorfinden. Dass diese Sportart neuerdings auch große Publikumswirkung hat, zeigt sich bei dem spektakulären Event „Urban Ice“, das heuer am 7. Februar zum dritten Mal stattfindet. Dafür holt Bad Gastein die Eiskletterarena mitten ins Ortszentrum. Auf der perfekt in Szene gesetzten Spielwiese inmitten der Winterlandschaft und vor über 1.000 Zuschauern liefern sich die Eiskletterer – zum Teil Routiniers, zum Teil junge Talente – spannende Duelle. Dem Publikum wird ein Kletterspektakel der höchsten Klasse geboten, das einem mehrmals den Atem stocken lässt. Nach der einmaligen Stimmung und dem großen Erfolg in den Vorjahren, freut sich das Organisationsteam bereits auf Urban Ice 3.0.

Bildergalerie

Abwechslungs reiches Alpenglühen

Nach dem Skivergnügen zahlt sich ein Abstecher ins Schmaranz-Gut in Bad Hofgastein aus. Bei dem Bio-Bauern warten selbstgebräutes Bio-Weizenbier und eine gute Jause aus eigener Landwirtschaft in der heimeligen Stube am wärmenden Kamin. Die Familie Viehhauser stellt alles, was auf den Tisch kommt, selbst her und nach einem sportlichen Tag an der frischen Luft schmeckt das herzhafte Essen besonders gut. Einladend rustikal geht es auch auf der Bellevue Alm in Bad Gastein am Stubnerkogel zu. Wer nicht bereits bei der letzten Talabfahrt eingekehrt ist, kommt abends mit dem nostalgischen Ein-Personen-Sessellift zur Hütte hinauf. Die Bellevue Alm ist eine der ältesten Skihütten Europas mit bewegter Geschichte. Sie ist ein Schmuckstück der österreichischen Alpen, wie man es nur selten findet. Erhaben thront sie über dem Tal mit einem herrlichen Panorama. Wer die Schmankerln, wie das Käse- oder Fleischfondue, genießen möchte, sollte jedoch rechtzeitig für eine Reservierung sorgen. Nach dem Hüttenvergnügen wartet das Schlittenabenteuer – auf den Rodeln geht es rasant die beleuchtete Rodelstrecke wieder talwärts. Ein perfekter Abschluss eines Winterurlaubstages.

Wem das noch nicht genug ist, der findet in unmittelbarer Nähe ein lebendiges Nachtleben vor. Ob im Silver Bullet, in der Haeggbloms Bar oder im Ginger ´n Gin – hier ist die Stimmung unter den vorwiegend skandinavischen Gästen immer ausgelassen. Bereits am Nachmittag sorgen Live-Bands für ein volles Haus – keine Spur von nervigen Aprés Ski-Hits. Wer es lieber ruhig angeht, der kann nach dem Skivergnügen in einer der beiden Thermen ein heißes Entspannungsbad genießen – imposante Bergkulisse und Alpenglühen inklusive. Für den Wohlfühlfaktor sorgen auch die Gasteiner Hoteliers und Zimmervermieter. Bei der großen Bandbreite an Unterkünften – von der Privatpension bis zum 5*-Hotel – hat man die Qual der Wahl. Ein Tipp der Redaktion ist die Villa Excelsior*** in Bad Gastein, ein romantisches Juwel aus der Jahrhundertwende in schönster Lage auf der Kaiserpromenade. In der herrschaftlichen Villa, die mit viel Liebe zum Detail geführt wird, verbrachte bereits Sigmund Freud seine Sommerfrische. Empfehlenswert ist auch der Unterbergerwirt in Dorfgastein für all jene, die Harmonie und Energie in einer erholsamen Feng Shui-Atmosphäre genießen wollen. Hans-Peter Berti und seine Familie haben eine perfekte Symbiose aus einem typischen Salzburger Bauernhof mit Regionalküche und den positiven Schwingungen des fernöstlichen Feng Shui und der Fünf-Elemente-Küche geschaffen.

Höhe(punkt) im Sommer: Bergsteigen

Nicht nur im Winter ist das Gasteinertal beliebtes Urlaubsdomizil. Auch im Sommer lässt es sich in der Bergwelt der Hohen Tauern aktiv und entspannt urlauben. Herrliche Gipfel, klares Quellwasser, das Läuten der Kuhglocken und die saubere Bergluft machen Lust auf Wanderungen, Klettern, Radtouren, Mountainbiken oder Golf spielen. Auf zahlreichen Almen kann man sich nach anstrengenden Wanderungen entspannen und kulinarisch verwöhnen lassen.

Das Berg-Panorama und die Almwiesen mit den Kühen und Ziegen wirken wie in einer Werbung für lila Schokolade. Auf den Hütten werden selbstgemachte Wurst- und Käse-Brettljausn, Buttermilch, Schnäpse und Bier serviert. Der Gasteiner Almsommer und die Kraft der Berge sind ein wunderbares Naturerlebnis und setzen garantiert Glückshormone bei gestressten Gemütern frei.

Reportage vom 22.01.2014

Kontakt

Gasteinertal
Tauernplatz 1
5630 Bad Hofgastein

http://www.gastein.com

Telefon: 06432 3393 0