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Porsche Boxster und Boxster S

 

Die Highlights des neuen Porsche Boxster und Boxster S

Generationswechsel

 

 Die Boxster-Modelle der zweiten Generation präsentieren sich optisch und technisch in einem neuen dynamischen Outfit. Das Design orientiert sich Porsche-typisch an evolutionären Maßstäben. Ohne radikalen Veränderungszwang verfeinerten die Stylisten so die bereits sehr ausgewogene Formensprache des Vorgängers. Die Gesichtszüge mit neuem Scheinwerfer-Design, die Silhouette mit neuem, kräftigeren Linienschwung und größeren Rädern sowie das Heck mit neuem, markanten Fugenverlauf wirken vertraut, sind aber dennoch klarer, straffer und funktionsbetonter gezeichnet.

 

Neue Kraft

Die neue Kraft im Design setzt sich unter der Leichtbau-Karosserie des Mittelmotor-Roadsters fort: Der 2,7-Liter-Boxster bietet jetzt 176 kW (240 PS), ein Plus von 8 kW (12 PS). Die Leistung des 3,2-Liter-Sechszylindermotors im Boxster S stieg von 191 kW (260 PS) auf 206 kW (280 PS). Entsprechend souverän sind die Fahrleistungen: Der Standardsprint von 0 bis 100 Stundenkilometer dauert mit dem Boxster 6,2 Sekunden, die Spitzengeschwindigkeit liegt bei 256 km/h. Der Boxster S spurtet in 5,5 Sekunden auf Tempo 100 und erreicht 268 km/h. Die optimierte Fünfgang-Schaltung des Boxster bietet dem Fahrer kürzere, exakte Schaltwege und eine verbesserte Synchronisation. Für den Boxster S wurde ein neues Sechsgang-Schaltgetriebe mit ebenfalls kürzeren Schaltwegen entwickelt, das für den Boxster optional in Verbindung mit einem aktiven Fahrwerk lieferbar ist.

 

Breiteres Fahrwerk, optional mit Aktivdämpfung

Das weiterentwickelte Fahrwerk mit einer Spurverbreiterung zwischen 24 und 35 Millimeter, größeren Rädern und neuen Reifen erlaubt höhere Querbeschleunigungen bei unverändertem Komfort. Der Boxster rollt serienmäßig auf 17-Zoll-Rädern (bisher 16 Zoll), und der Boxster S vergrößert seinen Raddurchmesser auf 18 Zoll (bisher 17 Zoll). Auf Wunsch steht das neue aktive Dämpfungssystem “Porsche Active Suspension Management" zur Wahl. PASM – so die Abkürzung – wechselt auf Knopfdruck die Dämpferkennung und schafft so den Spagat zwischen einem sportlich-komfortablen und einem äußerst sportlichen Fahrwerk, das selbst auf der Rundstrecke eine gute Figur macht.

 

“Sport Chrono Paket" für erweiterte Grenzen

Für sportliche Fahrer hält Porsche das “Sport Chrono Paket" bereit. Es umfasst modifizierte Motorkennfelder und Regelstrategien für eine bessere Ausnutzung der Grenzbereiche. Diese per Tastendruck aktivierbare Individualausstattung umfasst unter anderem auch eine Analog-/Digital-Stoppuhr auf der Instrumententafel, um die fahrdynamischen Vorteile auf die Hundertstelsekunde genau kontrollieren zu können.

 

Fahrdynamik nochmals gesteigert

Begünstigt durch das Mittelmotor-Konzept erreichten die Porsche-Entwicklungsingenieure eine nochmalige Performance-Steigerung der Boxster-Baureihe nicht nur durch die Verbreiterung des Fahrwerks und die Vergrößerung der Rad-Dimensionen. Sie senkten gleichzeitig auch die Auftriebswerte an der Vorder- und Hinterachse sowie die Luftwiderstandsbeiwerte auf cW = 0,29 beim Boxster und cW = 0,30 beim Boxster S.

 

Die neue Zahnstangenlenkung mit variabler Übersetzung ermöglicht darüber hinaus hervorragende Agilität auf kurvenreicher Strecke und gleichzeitig ausgezeichnete Fahrstabilität bei höchsten Geschwindig-keiten. Das Lenkrad ist jetzt nicht nur axial, sondern auch in der Höhe um 40 Millimeter verstellbar und erlaubt so eine noch individuellere Sitzposition.

 

Modifizierte Bremsanlage – erstmals auch mit Keramikbremsscheibe

Die Bremsanlage ist den höheren Fahrleistungen angepasst und spricht durch die erhöhte Wirkung des Bremskraftverstärkers noch schneller an. Der Durchmesser der grundsätzlich gelochten und innenbelüfteten Bremsscheiben beträgt bei beiden Modellen an der Hinterachse 299 Millimeter sowie an der Vorderachse 298 Millimeter beim Boxster und 318 Millimeter beim Boxster S. Noch größere (350 Millimeter), aber dennoch leichtere Scheiben gibt es als Option für den Boxster S. Erstmals wird für ihn die “Porsche Ceramic Composite Brake" (PCCB) angeboten. Sie ist absolut korrosionssicher und beim Einsatz im öffentlichen Straßenverkehr deutlich verschleißärmer bei gleichzeitig hohen und vor allem konstanten Reibwerten. Für eine nochmalige Steigerung der aktiven Sicherheit beim Bremsen, Beschleunigen und in Kurven sorgt auch das weiterentwickelte, jetzt serienmäßige “Porsche Stability Management" (PSM). Das modifizierte System erlaubt eine noch sportlichere Fahrweise bei noch feinfühligerer Regelung.

 

Weltweit erster Roadster mit Kopfairbag

Weltweit als erster Roadster sichert der Boxster die Insassen mit einem Kopfairbag gegen Seitenkollisionen. Der Airbag schnellt in Kombination mit einem Thorax-Airbag, der sich in der Außenseite der Sitzlehne verbirgt, aus der Seitenscheiben-Brüstung der Tür und entfaltet auch in offenen Fahrzeugen eine sehr hohe Schutzwirkung für den Kopf.

 

Neuer Innenraum mit einmaliger Sitzgelegenheit

Das Interieur ist völlig neu gestaltet und ergonomisch weiterentwickelt. Neue Materialien in Slush-Technik, Leder und in Alu-Optik lackierte Details sorgen für eine sehr hochwertige Anmutung. Darüber hinaus wurde auch eine völlig neue Sitzgeneration entwickelt. Insgesamt sind vier verschiedene Varianten lieferbar, die vom Seriensitz über den vollelektrisch verstellbaren Sitz mit Lordosenstütze und den Leder-Sportsitz bis zum adaptiven Sportsitz reichen, bei dem sich die Seitenwangen von Sitzkissen und Lehne individuell einstellen lassen. Dieses Angebot ist im Umfeld des Boxster einmalig.

 

Unterhaltskosten reduziert

Im Vergleich zu den Vorgängermodellen konnten beim neuen Boxster und Boxster S die Wartungs-, Kraftstoff- und Versicherungskosten sowie die Steuer ohne Wertverlust um insgesamt 13 Prozent gesenkt werden. Dieser Berechnung liegt eine Laufzeit von vier Jahren mit einer Fahrleistung von 15.000 Kilometern jährlich zugrunde.

 

 

Der neue Porsche Boxster und Boxster S

Frischer Wind im Roadster-Segment

 

Acht Jahre nach seinem Debüt geht der Boxster in die zweite Generation: Und das noch sportlicher, noch kraftvoller, noch selbstbewusster. Kein Wunder, denn knapp 80 Prozent bestehen bei der neuen Boxster-Baureihe aus Neuteilen. Größere Räder und ein breiteres Fahrwerk signalisieren den Zuwachs an Leistung und Dynamik. Der 2,7-Liter-Sechszylinder des Boxster leistet jetzt 176 kW (240 PS) und damit 8 kW (12 PS) mehr als bisher. Auch beim Boxster S stieg die Leistung bei unverändert 3,2 Liter Hubraum von 191 kW (260 PS) auf 206 kW (280 PS). Von 0 auf 100 Stundenkilometer spurtet der Boxster jetzt in 6,2 Sekunden, der Boxster S in 5,5 Sekunden. Mehr Leistung und weniger Luftwiderstand resultieren in höherer Endgeschwindigkeit und geringerem Verbrauch: Der Boxster erreicht jetzt Tempo 256 und verbraucht nach EU gesamt 9,6 Liter Super Plus. Die Höchstgeschwindigkeit des Boxster S liegt bei 268 km/h und der Durchschnittsverbrauch bei 10,4 Liter. Beide Modelle unterschreiten die Grenzwerte nach EU 4 und LEV II (USA).

 

Die erhöhten Fahrleistungen stehen in direkter Verbindung mit einem weiter gesteigerten Fahrvergnügen. Dazu tragen nicht nur die breitere Spur, die je nach Räder- und Reifenkombination zwischen 24 und 35 Millimeter beträgt, und die sowohl beim Boxster als auch beim Boxster S neuen größeren Räder bei, sondern unter anderem auch verbesserte Torsions- und Biegesteifigkeiten, eine Servolenkung mit variabler Lenkübersetzung, verkürzte Schaltwege und nicht zuletzt völlig neu entwickelte Sitze mit mehr Seitenführung. Für die Erhöhung der aktiven Sicherheit sorgen ein optimiertes Bremssystem und das nun serienmäßige “Porsche Stability Management" (PSM), das beim Unter- oder Übersteuern durch gezieltes Bremsen einzelner Räder und den Eingriff ins Motormanagement das Fahrzeug wieder stabilisieren kann.

 

Die erhöhte Serienausstattung – unter anderem mit größeren Rädern, “PSM”, Klimaanlage, CD-Radio und Bordcomputer – geht nicht zu Lasten des Fahrzeug-Preises. Ausstattungsbereinigt werden die neuen Modelle im Vergleich zur Vorgänger-Generation um sechs Prozent (Boxster S) beziehungsweise um neun Prozent (Boxster) günstiger angeboten.

 

Neues Gesicht, vertraute Formen

Die neue Boxster-Front zeigt klar und deutlich die Verwandtschaft zu den Porsche-Sportwagen, ist aber gleichzeitig als typisches Boxster-Gesicht zu erkennen. Charakteristisch wirkt das neue Lichtkonzept mit der Trennung von Hauptscheinwerfer und Bugleuchte mit integriertem Nebelscheinwerfer. Ein weiteres wesentliches Unterscheidungsmerkmal zu den Vorgänger-Modellen lässt sich am Heck entdecken: Die Trennfuge zwischen Heckverkleidung und Karosserie verläuft nicht mehr unterhalb, sondern oberhalb der Heckleuchten. Die charakteristische Abgas-Mündung in der Heckmitte bleibt auch bei den neuen Modellen erhalten. Sie dient weiterhin als Differenzierungsmerkmal zwischen dem Basis- und dem S-Modell; das heißt, ovales Endrohr für den Boxster und rundes Doppel-Endrohr für den Boxster S. In der Seitenansicht dominieren die größeren Räder. Die Basis-Version erhält jetzt serienmäßig 17-Zoll-Räder, und der Boxster S rollt ab Werk auf 18 Zoll großen Rädern. Optional sind drei Varianten von 19-Zoll-Rädern für die beiden Boxster-Modelle erhältlich.

 

Die Aufmerksamkeit fällt aber auch auf die vergrößerten Lufteinlässe vor der Hinterachse und auf die neuen Bügel-Türgriffe. Konkave Flächen, wie beispielsweise im Türblech des Vorgängers, sind verschwunden. Stattdessen wölbt sich die Seitenwandfläche des neuen Boxsters straff und klar nach außen. Bei geöffnetem Verdeck bemerkt man eine weitere Veränderung. Der höhere und oben abgeflachte Überrollbügel rückte einige Zentimeter nach hinten, so dass mehr Platz bis zur Sitzlehne bleibt.

 

Aerodynamische Kür

In seinen aerodynamischen Qualitäten baut die neue Boxster-Baureihe ihre Spitzenstellung als Klassenbester noch weiter aus, obwohl sich die Stirnfläche durch die breiteren Kotflügel sowie die größeren und breiteren Räder vergrößerte. Der Luftwiderstandsbeiwert sank beim Basis-Modell von cW = 0,31 auf cW = 0,29 und beim Boxster S von cW = 0,32 auf cW = 0,30. Gleichzeitig erreichten die Porsche-Entwicklungsingenieure so minimale Auftriebsbeiwerte an Vorder- und Hinterachse, dass der Sportwagen auch bei sehr hohen Geschwindigkeiten ein sicheres und stabiles Fahrverhalten aufweist. Das ist unter anderem dem aerodynamischen Feinschliff am Bug- und Heckteil sowie der Neugestaltung des automatisch ausfahrenden Heckspoilers zu verdanken.

 

Der Unterboden der neuen Sportwagen ist vollständig verkleidet. Gegenüber den Vorgängermodellen wurde die verkleidete Fläche um rund 70 Prozent vergrößert. Dadurch wird die Höchstgeschwindigkeit gesteigert und der Kraftstoffverbrauch bei hohen Geschwindigkeiten gesenkt. Solche Maßnahmen helfen auch, die Ausgewogenheit des Fahrzeugs vor allem in höheren Geschwindigkeitsbereichen zu verbessern.

 

Mehr Drehmoment durch optimierten Gaswechsel

Durch eine vergrößerte Sauganlage in Verbindung mit einer zweiflutigen Ansaugstrecke und einer neuen, größer dimensionierten Abgasanlage wuchs das Drehmoment beider Sechszylinder-Motoren insbesondere im unteren Drehzahlbereich. Dazu wird bei niedrigen Touren eine Verteilerklappe im Zwischenrohr geschlossen, das die beiden Ansaugvolumina miteinander verbindet. Durch diese Trennung verbessert sich das Drehmomentverhalten spürbar, und bereits ab 1.500 Umdrehungen pro Minute setzt deutlich mehr Schub ein.

 

Das maximale Drehmoment von 270 Newtonmeter beim Boxster und 320 Newtonmeter beim Boxster S steht in einem weiten Bereich von 4.700 bis 6.000 Umdrehungen pro Minute zur Verfügung. Der Kraftzuwachs ist aber nicht nur spürbar, sondern auch ein Genuss für die Ohren: Beide Sechszylinder klingen jetzt tiefer, bulliger und kräftiger.

Neues Sechsganggetriebe für Boxster S

Die Kraftübertragung übernimmt beim neuen Boxster das überarbeitete Fünfgang-Schaltgetriebe und beim Boxster S ein neue Schaltbox mit sechs Gängen. Die Schaltbetätigung wurde so überarbeitet, dass die Schaltwege nun deutlich kürzer ausfallen. Die Reduktion beträgt beim Sechsgang-Schaltgetriebe rund 15 Prozent und beim Fünfgang-Schaltgetriebe 27 Prozent. Der Vorteil für den Fahrer: Die Gänge lassen sich schnell und präzise mit einem “knackigen" Schaltgefühl wechseln. Als Option steht die Fünfgang-Tiptronic S für Boxster und Boxster S zur Wahl.

 

Noch sportlicheres Fahrwerk mit variabler Zahnstangenlenkung

Die weitere Steigerung der Fahrdynamik gehörte zu den obersten Zielen in der Fahrwerksentwicklung für die neue Boxster-Generation. Die Porsche-Entwicklungsingenieure nahmen sich deshalb jedes Detail vor und überarbeiteten die Abstimmung grundlegend: Spurverbreiterung, neue und größere Räder-/Reifenkombinationen sowie Gewichtsreduzierung der einzelnen Bauteile führen beim neuen Boxster zu nochmals sportlicherem Fahrverhalten und höheren Sicherheitsreserven bei unverändert gutem Fahrkomfort. Durch die bessere Performance der neuen Reifengeneration können mit dem neuen Boxster deutlich höhere Kräfte auf die Straße übertragen werden.

 

Die vordere Radaufhängung besteht wie bisher aus einer Federbeinachse und einer aufgelösten Anordnung der Längs- und Querlenker. Dieses Konzept sorgt für eine sehr präzise Radführung, die mit einem hohem Abrollkomfort verbunden ist. Der Vorderachs-Querträger wurde für den Boxster neu entwickelt. Die leichteren, aber dennoch steiferen Aluminium-Schwenklager bieten wesentlich mehr Sturzsteifigkeit, was der Lenkpräzision zugute kommt und bei maximaler Querbeschleunigung mehr Potenzial zur Verfügung stellt.

 

Mit Einführung der neuen Boxster-Generation setzt Porsche beim Mittelmotor-Sportwagen erstmals eine hydraulisch unterstützte Zahnstangenlenkung mit variabler Lenkübersetzung ein. Sie ermöglicht einerseits eine hervorragende Agilität besonders auf kurvenreicher Strecke, gleichzeitig aber auch ausgezeichnete Fahrstabilität bei sehr hohen Geschwindigkeiten. Das Boxster-typische McPherson-Hinterachskonzept wurde für die neue Baureihe im Detail weiterentwickelt. Ziel bei der Neugestaltung der Hinterachskomponenten war besonders die Erhöhung der Quersteifigkeit bei gleichzeitiger Gewichtsreduzierung durch konsequenten Leichtbau. Zusätzlich wurde die Steifigkeit einzelner Achskomponenten erhöht.

 

Auf Wunsch mit aktivem Fahrwerk

Statt mit dem Basisfahrwerk können die Boxster-Modelle auf Wunsch auch mit einer aktiven Variante ausgestattet werden: Die Alternative heißt “PASM" (Porsche Active Suspension Management) und ist mit einer Fahrzeugtieferlegung um zehn Millimeter verbunden. Im Boxster mit 2,7-Liter-Motor wird “PASM" auch im Rahmen eines Sportpakets angeboten, zu dem das sportliche Sechsgang-Schaltgetriebe zählt. Das “Porsche Active Suspension Management" besteht aus adaptiven Dämpfern mit kontinuierlich verstellbarer Dämpferkraft, zwei Beschleunigungssensoren zur Ermittlung der Karosserievertikalbewegungen und dem PASM-Steuergerät. Das Steuergerät setzt die Signale der beiden Beschleunigungssensoren, die an die Dämpferdome vorn rechts und hinten links montiert sind, in Relation zu Querbeschleunigung, Lenkwinkel, Fahrgeschwindigkeit, Bremsdruck und Motormoment. Aus diesen Werten, die über den CAN-Bus zur Verfügung stehen, bestimmt das System die optimale Dämpferlinie und steuert getrennt für jedes einzelne Rad die entsprechende Dämpferhärte an.

 

Der Fahrer kann dabei über eine Taste in der Mittelkonsole zwischen zwei Fahrwerkprogrammen wählen: Die “Normal-Einstellung" bietet eine komfortablere Grundabstimmung der Dämpfer, die bei dynamischer Fahrweise automatisch in einen zunehmend sportlicheren Modus wechseln. In der Sport-Einstellung werden dagegen härtere Dämpferkennlinien für eine betont agile Fahrweise angesteuert.

 

Durch das so genannte Lastwechsel-Modul sorgt “PASM" in beiden Einstellungen für eine Erhöhung der aktiven Sicherheit. Das heißt, bei starkem Beschleunigen, beim Gaswegnehmen und bei Gangwechseln erfolgt eine Umschaltung der Dämpferkennlinien individuell für Vorder- und Hinterachse. Im Normal-Modus werden die Dämpfer bei diesen Fahrzuständen für einen kurzen Moment auf eine härtere Bedämpfung umgeschaltet. Dadurch wird ein zu starkes Nicken des Fahrzeugs vermieden. Im Sport-Modus schaltet das System bei Bedarf zur Verbesserung der Traktion beim Beschleunigen, etwa auf unebenen Fahrbahnen, kurzzeitig auf eine weichere Dämpferkennung.

 

“Sport Chrono Paket" für noch mehr Dynamik

Für Boxster-Fahrer, die auf einen noch ausgeprägteren sportlichen Charakter ihres Roadsters Wert legen, bietet Porsche das “Sport Chrono Paket" an. Darin haben die Ingenieure eine steilere Gaspedalkennlinie, härtere Drehzahlabsteller und höhere Eingriffschwellen für das jetzt serienmäßige “Porsche Stability Management" (PSM) verpackt. In Verbindung mit “PASM" sorgt das Sport-Chrono-Programm für eine noch härtere Dämpferabstimmung im Sportmodus. Um die fahrdynamischen Vorteile bis auf die Hundertstelsekunde genau kontrollieren zu können, zählt eine Analog-/Digital-Stoppuhr auf der Instrumententafel zum weiteren Ausstattungsumfang des “Sport Chrono Pakets".

 

Größere Bremsscheiben – optional in Keramik

Die beispielhafte Bremsanlage des Porsche Boxster wurde aufgrund der Leistungssteigerung der beiden Triebwerke in wesentlichen Punkten verändert: An den Hinterachsen beider Fahrzeug-Varianten sorgt jetzt einheitlich eine Bremsscheibe mit 299 Millimetern Durchmesser für optimale Verzögerung, die bei der Basis-Version 20 Millimeter und beim Boxster S 24 Millimeter stark ist. Die Durchmesser an der Vorderachse betragen wie bisher 298 Millimeter beim Boxster und 318 Millimeter beim leistungsstärkeren Modell. Alle Scheiben sind jetzt zur besseren Kühlung gelocht und innenbelüftet. Den Basis-Boxster erkennt man an den schwarz eloxierten Bremssätteln mit jeweils vier Kolben, während die etwas kräftigeren Zangen des Boxster S rot lackiert sind. Beim Boxster S hält die “Porsche Ceramic Composite Brake" (PCCB) erstmals Einzug in die Liste der möglichen Individualausstattungen – eine in dieser Klasse einzigartige Option. In Verbindung mit einem ebenfalls völlig eigenständigen Bremsbelag entwickeln die deutlich verschleißärmeren Keramik-Bremsscheiben sofort hohe und vor allem konstante Reibwerte während der Verzögerung.

 

Weltneuheit: Roadster mit Kopfairbags

Eine weitere Innovation meldet der Boxster auf dem Sektor der passiven Sicherheit: Weltweit erstmalig bei einem offenen Fahrzeug verbirgt sich unter der Seitenscheiben-Brüstung der Türen je ein neuartiger Kopfairbag. Zusammen mit dem Thorax-Airbag in der Sitzlehne gewährt der neue Boxster damit einen sehr hohen Schutz bei seitlichen Kollisionen. Frontairbags für Fahrer und Beifahrer sowie 3-Punkt-Automatikgurte mit Gurtstraffer und Gurtkraftbegrenzer ergänzen das Rückhaltesystem, das in diesem Umfang zur Serienausstattung gehört.

 

Klare Aufwertung im Innenraum

Das Interieur ist völlig neu gestaltet und ergonomisch weiterentwickelt. Neue Materialien in Slush-Technik und Leder sowie in Alu-Optik lackierte Details sorgen für eine sehr hochwertige Anmutung. Die abgesenkte Sitzposition, das jetzt auch höhenverstellbare Lenkrad, die nach vorne verlagerte Pedalerie und der größere Längsverstellweg der Sitze werden vor allem groß gewachsene Personen zu schätzen wissen. Die neu gestalteten Sitze bieten dazu mehr Platz und mehr Seitenhalt. Insgesamt sind vier verschiedene Varianten lieferbar: Der Seriensitz mit elektrischer Lehnenverstellung, der vollelektrisch verstellbare Sitz mit Lordosenstütze, der Leder-Sportsitz mit verstärkter Seitenführung und der neue adaptive Sportsitz, bei dem sich die Seitenwangen von Sitzkissen und Lehne individuell einstellen lassen. Dieses Angebot ist im Umfeld des Boxster einmalig.

 

Zur Serienausstattung gehören selbstverständlich ein elektrisches bedienbares Verdeck, das sich bei den neuen Modellen bis 50 km/h betätigen lässt. Bei einer Geschwindigkeit zwischen 10 und 50 km/h genügt es, die Verdecktaste anzutippen, damit sich das Verdeck in nur rund zwölf Sekunden öffnet oder schließt. Zum weiteren Serienumfang zählen unter anderem elektrische Fensterheber, CD-Radio, Klimaanlage mit integriertem Aktivkohlefilter, Bordcomputer und Zentralverriegelung. Der Boxster S erhält darüber hinaus eine Alarmanlage.

 

Alternativ zum Serienlenkrad ist für den Boxster auf Wunsch nicht nur ein Sportlenkrad, sondern in Verbindung mit dem “Porsche Communication Management” (PCM), das nun über ein DVD-Navigationsmodul verfügt, auch ein Multifunktionslenkrad mit besonders hochwertigem Glattleder lieferbar. Je nach Ausstattung des Fahrzeugs können dabei über sechs Funktionstasten wichtige Audio-, Navigations- und Telefonfunktionen direkt vom Lenkrad aus bedient werden – so zum Beispiel das neue BOSE Surround-System, das speziell auf die neuen Boxster-Innenraumverhältnisse abgestimmt wurde und als Individual-Ausstattung angeboten wird. Elf Lautsprecher und ein im digitalen MOST-Bus integrierter Sieben-Kanal-Digitalverstärker sorgen für ein Klangerlebnis, das im Roadster-Bereich zur absoluten Spitzenklasse zählt.

 

Niedrigere Unterhaltskosten

Die so genannte Cost-of-Ownership, also die Wartungs-, Kraftstoff- und Versicherungskosten sowie die Steuer ohne Wertverlust konnten insgesamt um 13 Prozent gesenkt werden. Dieser Berechnung liegt eine Laufzeit von vier Jahren mit einer Fahrleistung von 15.000 Kilometern jährlich zugrunde. Die Wartungs- und Ölwechselintervalle der neuen Boxster-Modelle wurden gegenüber der Vorgänger-Generation von 20.000 auf 30.000 Kilometer verlängert. Außerdem muss der Luftfilter durch die deutliche Vergrößerung seiner Fläche nicht mehr nach 20.000, sondern erst nach 60.000 Kilometern gewechselt werden. Dies bedeutet weniger Werkstattaufenthalte für den Kunden und eine Reduzierung der Regelwartungskosten um 21 Prozent. Sollte die Kilometerleistung für eine Regelwartung nicht erreicht werden, muss spätestens alle zwei Jahre eine Wartung durchgeführt werden.

 

 

Der neue Boxster und Boxster S: Starker Auftritt

 

Ein Senkrechtstarter geht in die zweite Generation – der Porsche Boxster. Acht Jahre nach dem Debüt hat sich der Porsche-Roadster mit seinem ausgeprägt fahraktiven Mittelmotor-Konzept längst im Markt etabliert. Jetzt tritt der neue Boxster an – noch selbstbewusster, noch kraftvoller und noch dynamischer. Kein Wunder, denn knapp 80 Prozent der Teile sind neu.

 

Obwohl in den Konturen sehr behutsam modelliert, stehen der neue Boxster und Boxster S doch sichtlich breiter auf der Straße: Größere Räder und eine breitere Spur heben die weiterentwickelte Karosserie-Form hervor. Gleichzeitig symbolisieren sie den Kraftzuwachs der beiden Modelle. Der 2,7-Liter-Sechszylinder des Boxster leistet jetzt 176 kW (240 PS) und damit 8 kW (12 PS) mehr als bisher. Auch beim Boxster S stieg die Leistung bei unverändert 3,2 Liter Hubraum von 191 kW (260 PS) auf 206 kW (280 PS). Der Fortschritt zeigt sich dabei in der Umsetzung: mehr Spurtstärke bei geringerem Kraftstoffverbrauch.

 

Von 0 auf 100 Kilometer pro Stunde spurtet der Boxster jetzt in 6,2 Sekunden, der Boxster S benötigt dagegen nur 5,5 Sekunden. Wird das Gaspedal im höchsten Gang voll durchgedrückt, beträgt die Höchstgeschwindigkeit des Boxster 256 km/h. Beim Boxster S geht es noch schneller: Im sechsten Gang erreicht er 268 km/h. Trotz mehr Leistung sank der Verbrauch. Der Boxster konsumiert im EU-Durchschnitt 9,6 Liter Super Plus auf 100 Kilometer, der Boxster S 10,4 Liter.

 

Die erhöhten Fahrleistungen stehen in direkter Verbindung mit einem weiter gesteigerten Fahrvergnügen. Dazu tragen nicht nur die breitere Spur und die neuen serienmäßigen 17-Zoll-Räder (Boxster) beziehungsweise 18-Zoll-Räder (Boxster S) bei, sondern unter anderem auch verbesserte Torsions- und Biegesteifigkeiten, eine Servolenkung mit variabler Lenkübersetzung, verkürzte Schaltwege und nicht zuletzt völlig neu entwickelte Sitze mit mehr Seitenführung. Für die Erhöhung der aktiven Sicherheit sorgen ein optimiertes Brems-system und das nun serienmäßige “Porsche Stability Management" (PSM), das beim Unter- oder Übersteuern durch gezieltes Bremsen einzelner Räder und Eingriff ins Motormanagement das Fahrzeug wieder stabilisieren kann.

 

Die erhöhte Serienausstattung – unter anderem mit größeren Rädern, “PSM”, Klimaanlage, CD-Radio und Bordcomputer – geht nicht zu Lasten des Fahrzeug-Preises. Ausstattungsbereinigt werden die neuen Modelle im Vergleich zur Vorgänger-Generation um sechs Prozent (Boxster S) beziehungsweise um neun Prozent (Boxster) günstiger angeboten.

 

 

Design :Neues Gesicht mit vertrauten Zügen

 

Das Design der neuen Generation von Porsche-Sportwagen ist geprägt von Klarheit, Straffheit und Funktionalität. Die neue Boxster-Front zeigt eindeutig die Verwandtschaft unter den Porsche-Sportwagen – was unter anderem im neuen Außenspiegel-Design zum Ausdruck kommt – ist aber gleichzeitig als typisches Boxster-Gesicht zu erkennen. Besonders charakteristisch fallen die neuen Scheinwerfer ins Auge, die ausgelagerten Bugleuchten, die vergrößerten Lufteinlässe und die neue Kontur der Fronthaube. Die neue Geometrie der Lufteinlässe betont die Funktionalität des Designs und macht das Boxster-Gesicht gleichzeitig ausdrucksvoller und strenger.

 

Aus der Trennung von Hauptscheinwerfer und Bugleuchte mit integriertem Nebelscheinwerfer resultiert ein völlig neues Nacht-Design. Bei Dunkelheit leuchtet das Positionslicht in der Bugleuchte getrennt vom Hauptscheinwerfer – tief unten und weit außen. Darüber hinaus gilt auch hier das Prinzip “form follows function". Denn je tiefer die Nebelscheinwerfer positioniert werden, desto besser strahlt ihr Licht unter der Nebelwand nach vorn. Gleichzeitig ist auch bei den Hauptscheinwerfern ein positiver Effekt zu verzeichnen: Die seitliche Ausleuchtung des Vorfeldes konnte verbessert werden.

 

Größere Seitenscheibe für bessere Sicht

In der Seitenansicht fällt die Aufmerksamkeit auf die größeren Räder, die vergrößerten Lufteinlässe vor der Hinterachse und auf die neuen Bügel-Türgriffe. Konkave Flächen, wie beispielsweise im Türblech des Vorgängers, sind verschwunden. Stattdessen wölbt sich die Seitenwandfläche des neuen Boxster straff und klar nach außen. Aber auch die Konturen haben sich verändert: Der vordere Kotflügel setzt sich durch seine markant erhöhte Kammlinie stärker von der Fronthaube ab. Der Türausschnitt und die Silhouette der Seitenscheibe fallen jetzt geradliniger aus. Durch die größere Fensterfläche im Übergang von der B-Säule zum Dach wird mehr Kopffreiheit für großgewachsene Passagiere beim Einsteigen geschaffen. Der Fahrer erhält dadurch außerdem mehr Blickfreiheit nach seitlich hinten, wenn das Verdeck geschlossen ist. Bei geöffnetem Verdeck bemerkt man eine weitere Veränderung. Der höhere und oben abgeflachte Überrollbügel rückte einige Zentimeter nach hinten, so dass mehr Platz bis zur Sitzlehne bleibt.

 

Dynamik auf neuen Rädern

Die neuen Radausschnitte mit schmaler Stylingkante schaffen Platz für Räder mit vergrößerten Abrollumfängen. Der neue Boxster erhält jetzt serienmäßig 17-Zoll-Räder, die durch das Fünf-Doppelspeichen-Design sehr dynamisch wirken, während der neue Boxster S auf 18-Zoll-Räder rollt, deren Optik durch fünf markante Speichen geprägt ist. Optional sind drei Varianten von 19-Zoll-Rädern für die beiden Boxster-Modelle erhältlich. Das 19-Zoll-“Carrera Classic Rad" ist ein elegantes Fünfspeichen-Rad mit schlanken Speichen, das eine gute Sicht auf die technischen Details der Bremsanlage ermöglicht. Das 19-Zoll-“SportDesign Rad" ist die neue Interpretation des bisherigen Porsche-Vielspeichenrads. Durch das filigrane Styling mit 15 feingliedrigen Speichen bietet es eine ausgeprägte Rennsport-Optik. Der dritte 19-Zöller ist wiederum ein Fünfspeichen-Rad, das von der Serienfelge des 911 Carrera S abgeleitet wurde und den spezifischen Boxster-Dimensionen angepasst ist.

 

Das Heck ist unverkennbar Porsche Boxster geblieben, wirkt aber noch muskulöser als bisher. So ist die Trennfuge zwischen Heckverkleidung und Karosserie nicht mehr unter-, sondern oberhalb der Heckleuchten angesetzt. Die Heckleuchten zeigen eine neue, brillante Optik, die durch eine exakte grafische Aufteilung zwischen rotem und klarem Bereich erreicht wurde. Auch die dritte Bremsleuchte – mit 18 roten LED’s bestückt – ist nun mit einer klaren Abdeckung versehen. Das bisher einfach ausgeführte Hecklicht erstreckt sich jetzt über alle drei Leuchtenkammern und prägt damit auch im Heckbereich ein neues charakteristisches Porsche-Nachtdesign.

 

Neben dem Schriftzug auf dem Heckdeckel dienen vor allem die neuen Abgas-Endrohre in der Heckmitte als Differenzierungsmerkmal zwischen dem Basis- und dem S-Modell. Das ovale Endrohr des Boxster unterscheidet sich deutlich vom Doppel-Endrohr des Boxster S, das die höhere Motorleistung nach außen dokumentieren soll.

 

 

Aerodynamik: Tiefdruckzone

 

Ausgezeichnete Aerodynamik, eine der Kerneigenschaften eines Porsche-Sportwagens, war schon bisher einer der beispielhaften Vorzüge des Boxster. In der zweiten Generation hat er seine Spitzenstellung als Klassenbester in dieser Disziplin noch weiter ausgebaut: Der Luftwiderstandsbeiwert sank beim Boxster von cW = 0,31 auf cW = 0,29 und beim Boxster S von cW = 0,32 auf cW = 0,30. Gleichzeitig erreichten die Ingenieure so minimale Auftriebsbeiwerte an Vorder- und Hinterachse, dass der Sportwagen auch bei sehr hohen Geschwindigkeiten ein sicheres und stabiles Fahrverhalten hat.

 

Trotz der größeren Grundfläche des neuen Boxster ist der Auftrieb damit noch geringer als beim Vorgängermodell. Und das bei einem Roadster, der prinzipbedingt Nachteile in der Aerodynamik hat: Das kuppelförmige Dach in Verbindung mit dem flachen Heck stellte die Aerodynamiker bei der Verringerung von Auftrieb und Luftwiderstand vor große Herausforderungen. Immerhin wuchs die Stirnfläche des Boxster von 1,94 m2 auf 1,96 m2, was im Wesentlichen durch die breiteren Kotflügel sowie die größeren und breiteren Räder verursacht wird.

 

Neue Front optimiert Um- und Durchströmung

Die größere Stirnfläche wird durch eine Reihe detaillierter Maßnahmen mehr als kompensiert. So wurden im Bugbereich der Grundriss, die Pfeilung und die Rund-Formen so optimiert, dass einerseits der Vorderwagen aerodynamisch effizient umströmt wird und sich andererseits die Kühlluftdurchströmung deutlich verbessert. Flankierend dazu wurden die seitlichen Bugteilöffnungen für die Kühlluftzufuhr zu den Wasserkühlern sorgfältig optimiert und in das Bugteilkonzept integriert. Die Konstrukteure gestalteten die seitlichen Bugteilradien und die Radläufe vor den Vorderrädern so, dass die Flanken der Vorderräder optimal vom Fahrtwind abgeschirmt werden und außerdem die Radhäuser noch besser entlüftet werden. Dies führt sowohl zu einer Reduktion des Luftwiderstandes als auch – durch die bessere Entlüftung des Radhauses – zu einem geringeren Vorderachsauftrieb.

 

Seitenscheiben mit wasserabweisender Beschichtung

Eine stärkere Überwölbung der A-Säule reduziert den Luftwiderstand und verringert die Windgeräusche bei hoher Geschwindigkeit, was vor allem dem Langstreckenkomfort spürbar zugute kommt. Neue Außenspiegel, die das Design des Carrera GT zitieren, bieten dem Fahrtwind durch die Doppelarm-Befestigung und ein sorgfältig geformtes Spiegelgehäuse sehr wenig Luftwiderstand. Darüber hinaus sind sie so abgestimmt, dass auch möglichst wenig Wassertropfen auf das Spiegelglas und die Seitenscheiben geleitet werden. Erstmals sind die Seitenscheiben zudem mit einer neuartigen hydrophoben Oberflächenbeschichtung versiegelt. Diese unsichtbare Schicht stößt Wasser und Schmutz ab und sorgt so für mehr Sicherheit, da auch bei ungünstigen Witterungsverhältnissen ein Blick in den Rückspiegel gewährleistet ist. Die hydrophobe Beschichtung verbindet sich mit dem Glas und ist äußerst widerstandfähig auch gegen Abrieb.

 

Heckspoiler mit mehr Abtrieb

Im Heckbereich wurden neben dem Unterteil insbesondere die ausgestellten Radhäuser und die Abrisskante optimiert. Die sorgfältig berechnete Abrundung der Fondseitenteile unterstützt in Verbindung mit den ausgestellten Radhäusern die aerodynamisch effiziente Umströmung der Hinterräder und des Hecks, was sich vorteilhaft auf Widerstand und Hinterachsauftrieb auswirkt.

 

Mit derselben Akribie widmeten sich die Porsche-Aerodynamiker der Weiterentwicklung des für den Boxster charakteristischen ausfahrbaren Heckspoilers. Das für den Anpressdruck der Hinterräder so entscheidende Element fährt jetzt weiter aus und ist in seiner Form aerodynamisch verbessert. Im Ergebnis brachten diese Veränderungen sowohl eine Reduzierung des Hinterachsauftriebs als auch eine Verringerung des Luftwiderstandes.

 

Der neu gestaltete, größere Lufteinlass im Fondseitenteil hinter den Türen greift die Formgebung des Carrera GT auf. Lage und Öffnungsquerschnitt des Lufteintritts sind so ausgelegt, dass bei höherem Luftdurchsatz Auftrieb und Widerstand unverändert bleiben. Dadurch konnte die Motorraumdurchströmung verbessert, das Temperaturniveau im Motorraum gesenkt und die optimale Ansaugung von Verbrennungsluft sichergestellt werden.

 

Unterboden komplett verkleidet

Eine der tiefgreifendsten aerodynamischen Verbesserungen am neuen Boxster werden die wenigsten Fahrer aber je zu Gesicht bekommen: Der Unterboden der neuen Sportwagen ist vollständig verkleidet. Gegenüber den Vorgängermodellen wurde die verkleidete Fläche um rund 70 Prozent vergrößert. Dadurch wird eine gezielte, weitgehend ungehinderte Luftführung unter dem gesamten Fahrzeugboden ermöglicht. Die beiden hinteren Schalldämpfer sind dabei so in den Unterboden integriert, dass sie mit der Abdeckung abschließen und die Luft bis zum Heckabschluss weiterleiten.

 

Der Nutzen der Unterbodenverkleidung liegt darin, dass die Höchstgeschwindigkeit gesteigert und der Kraftstoffverbrauch bei hohen Geschwindigkeiten gesenkt werden kann. Solche Maßnahmen helfen auch, die Ausgewogenheit des Fahrzeugs vor allem in höheren Geschwindigkeitsbereichen zu verbessern. Außerdem kommt die Luft durch den glatten Unterboden mit geringem Geschwindigkeitsverlust und wenig Verwirblungen im Heckbereich des Fahrzeugs an. Deshalb kann dort mittels flexibler Umlenkschaufeln ein hoher Kühlluftmassenstrom aus der Unterbodenströmung entnommen werden, was eine aero- und thermodynamisch besonders effiziente Getriebekühlung erlaubt.

 

Effektives neues Kühlkonzept

Das Mittelmotorkonzept des Boxster stellt sehr hohe Ansprüche an die Motorkühlung. Da durch die Weiterentwicklung der beiden Motoren die Mehrleistung auch mit mehr abzuführender Wärme verbunden ist, übertrugen die Porsche-Aerodynamiker das Kühlkonzept des neuen 911 Carrera auf den Boxster. Mit den Kühlern des Elfers kann so auch der um rund 15 Prozent erhöhte Kühlluftbedarf des Boxster S problemlos bewältigt werden. Die Abluft wird bei diesem Konzept nicht mehr nur nach unten vor die Vorderräder ausgeblasen, sondern auch seitlich in die Radhausschale geleitet. Um den Luftdurchsatz während der Fahrt weiter zu steigern, wurden in den Ecken der rechteckigen Lüfterzargen Stauluftklappen eingesetzt. Ab einer Geschwindigkeit von etwa 70 km/h öffnen sich die Stauluftklappen und ermöglichen einen zusätzlichen Kühlluftstrom.

 

Eine neue, leichtere Wasserpumpe mit erhöhtem Durchsatz ermöglicht zudem, den kleineren Ölwasserwärmetauscher des 2,7-Liter-Motors nun auch im 3,2-Liter-Boxster S einzusetzen. Grundsätzlich verfügen Boxster und Boxster S über das gleiche Kühlsystem mit zwei Kühllufteinlässen in der Bugschürze. Ausnahme ist der Boxster S mit Tiptronic S-Schaltung, bei dem zur Abkühlung des Automatikgetriebe-Öls zusätzlich ein Wärmetauscher und ein dritter Kühler in der Bugmitte sorgen.

 

Mehr Motorleistung ist bei Porsche aber auch stets mit mehr Bremsleistung verbunden. Für die beiden neuen Boxster-Modelle wurde deshalb ein optimierter Bremsluftspoiler entwickelt, der an den vorderen Längslenkern montiert ist. Er lenkt die über Bremsluftkanäle am Unterboden zugeführte Luft auf die Bremsscheibe und bewirkt dadurch eine deutlich verbesserte Bremsenkühlung.

 

 

Motoren und Getriebe: Mehr Kraft für beide Boxster

 

Seit Einführung des Porsche Boxster im Oktober 1996 wurde der Sechszylindermotor Schritt für Schritt in Richtung mehr Leistung und Drehmoment weiterentwickelt. Kam der Boxster zunächst mit einem Hubraum von 2,5 Liter und 204 PS auf den Markt, wurde zum Modelljahr 2000 die Basismotorisierung auf 2,7 Liter mit 220 PS vergrößert und um eine S-Variante ergänzt, die aus 3,2 Liter Hubraum 252 PS lieferte. Ab Modelljahr 2003 legten nicht nur die Leistungen mit 228 PS und 260 PS zu, sondern auch das Drehmoment und dessen fülligerer Verlauf.

 

Mit der Entwicklung der neuen Boxster-Generation sind die Aggregate nochmals deutlich überarbeitet worden. Der Boxster verfügt nun mit 2,7 Liter Hubraum über 176 kW (240 PS) und der Boxster S mit 3,2 Liter Hubraum bietet 206 kW (280 PS) Spitzenleistung. Damit setzen die beiden Roadster Maßstäbe im Leistungsgewicht: Der Boxster mit 5,40 kg/PS und der Boxster S mit 4,80 kg/PS. Diese zwei Werte liefern einen klaren Anhaltspunkt dafür, wie agil ein Boxster auf die Befehle des Fahrers reagiert. In Standardwerte für Beschleunigung und Elastizität übersetzt liest sich das so: Aus dem Stand spurtet der Boxster mit 2,7-Liter-Motor in 6,2 Sekunden auf 100 km/h, der Boxster S in 5,5 Sekunden. Drückt der Fahrer im jeweils zweithöchsten Gang das Gaspedal voll durch, vergehen beim Boxster gerade mal 6,9 Sekunden bis er von Tempo 80 auf 120 km/h beschleunigt, beim Boxster S sind es genau 6,8 Sekunden. Dabei ist zu berücksichtigen, dass der Basis-Boxster mit Fünfgang-Getriebe und die S-Variante mit dem serienmäßigen Sechsgang-Getriebe gemessen wurde. Wie weit die vehemente Beschleunigung bis in obere Geschwindigkeitsbereiche anhält, zeigen die Werte für den Spurt von 100 auf 200 km/h: Im vierten Gang verdoppelt der Boxster innerhalb von 22,5 Sekunden das Tempo, der Boxster S benötigt dazu 19,4 Sekunden.

 

Tiefgreifende Weiterentwicklung der Luftführung

Abgesehen von diesen Höchstleistungswerten überzeugen die neuen Motoren auch durch mehr Durchzugskraft im unteren und mittleren Drehzahlbereich. Dafür ist eine tiefgreifende Weiterentwicklung in der gesamten Luftführung vom Luftfilter bis zum Abgas-Endrohr verantwortlich. Zunächst erzeugt der neue, größere Luftfilter deutlich weniger Gegendruck und erleichtert so die Luftansaugung. Darüber hinaus führt die größere Filterfläche zu einer geringeren spezifischen Beanspruchung, woraus eine Verlängerung der Wechselintervalle auf 60.000 Kilometer resultiert. Der so genannte Luftansaugpfad ist übrigens so gestaltet, dass angesaugtes Gischtwasser abgeschieden wird und so keine Wassertropfen in den Luftfilter gelangen.

 

Für mehr Drehmoment:
Zweiflutiges Verteilrohr mit Verteilerklappe

Neu ist ebenfalls das zweiflutige Verteilrohr mit anschließender Verteilerklappe. Diese Klappe sitzt – analog zur Resonanzklappe im hinteren Verbindungsrohr – zwischen den beiden Zylinderbänken. Ist die Klappe geschlossen, saugen die beiden Zylinderbänke die Verbrennungsluft getrennt voneinander an, so dass der Motor wie ein doppelter Dreizylinder arbeitet. Im unteren Drehzahlbereich erhöht dieser Effekt signifikant das Drehmoment, und bereits ab 1.500 Umdrehungen pro Minute setzt deutlich mehr Schub ein. Ab etwa 3.000 Touren (Boxster S: 3.500/min) wird die Verteilerklappe für optimalen Luftdurchsatz geöffnet. Bei 5.000/min (Boxster S: 4.600/min) schließt die Verteilerklappe wieder, während simultan die Resonanzklappe im zweiten Verbindungsrohr öffnet, um durch die Resonanzaufladung mehr Leistung zu gewinnen. Oberhalb von 5.600 Kurbelwellenumdrehungen pro Minute (Boxster S: 5.500/min) sind beide Klappen geöffnet, um einen maximalen Luftdurchsatz zu ermöglichen. Das Resultat: Das maximale Drehmoment von 270 Newtonmeter beim Boxster und 320 Newtonmeter beim Boxster S steht in einem weiten Bereich von 4.700 bis 6.000/min zur Verfügung.

 

Abgasanlage reduziert Gegendruck

Um den Gasdurchsatz der Boxster-Motoren weiter zu optimieren, konstruierten die Porsche-Ingenieure auch die Abgasanlage vollständig neu: Dünnwandigere Rohre mit größerem Querschnitt führen die Abgase jetzt durch die Radhäuser und damit direkter zu den Schalldämpfern im Heck, wodurch der leistungsmindernde Abgasgegendruck reduziert werden konnte. Direkt in den Abgaskrümmern beider Motorvarianten sitzen jetzt die Vorkatalysatoren, die zur Erfüllung geringerer Emissionswerte beitragen. Während die Abgaskrümmer des 2,7-Liter-Motors lediglich der neuen Geometrie angepasst wurden, erhielt der 3,2-Liter-Motor einen speziellen Leistungskrümmer. Dieser so genannte Fächerkrümmer des Boxster S-Motors verbessert durch die für jeden Zylinder gleich langen Abgasrohre den Ladungswechsel und damit die Leistung. Darüber hinaus ermöglicht er eine bessere Vermischung und damit auch bessere Vorkonditionierung der Rohemissionen. Die Abgasrohre münden in zwei neue, im Heck quer angeordnete Schalldämpfer, die über ein so genanntes Übersprechrohr und das gemeinsame Endrohr miteinander verbunden sind.

 

Eine spezielle Lagerung der Abgasanlage am Motor sorgt dafür, dass sich keine für die Insassen störenden Schwingungen aufbauen können: Je eine Zugstrebe in Form einer Stahlspeiche ist an der Motor-Getriebe-Einheit über Stop-Choc-Elemente befestigt. Diese hitzebeständigen Dämpfungselemente bestehen aus patentiert gewebten Stahlkissen, die gleichzeitig federnde und dämpfende Eigenschaften besitzen. Damit erreichen die Porsche-Akustiker einen vibrationsgedämpften Motorlauf.

 

Tiefer und bulliger Sound

Die komplette Neuabstimmung des gesamten Gaswechsels wirkt sich deutlich hörbar auf den Charakter des typischen Boxermotoren-Sounds aus. Die neuen Sechszylinder klingen tiefer, bulliger und kräftiger. Das konnte vor allem durch die Trennung in zwei weitgehend individuelle, relativ offene Abgasstränge erreicht werden. Tonangebend ist dabei auch der genau berechnete Querschnitt des Verbindungsrohres zwischen den beiden Hauptschalldämpfern. Auf der Saugseite betont der größere Luftfilter mit weniger Gegendruck das Ansauggeräusch, das ab rund 3.000 Touren deutlich kräftiger als bisher zu hören ist. Helmholtzresonatoren im Luftfiltergehäuse sorgen außerdem dafür, dass unangenehme Frequenzspitzen im Bereich von 280 Hertz eliminiert werden, was ebenfalls zum bulligen Sound der Boxster-Motoren beiträgt. Insgesamt klingen die Triebwerke dadurch kraftvoller, aber nicht lauter.

 

EU 4 Grenzwerte sicher unterschrittten

Das Abgas-Nachbehandlungssystem mit Vor- und Hauptkatalysatoren sorgt für Abgasreinigungswerte, die sicher die Grenzwerte der Norm EU 4 und LEV II (USA) unterschreiten. Zur raschen Aufheizung des Vorkatalysators und damit schnellen Schadstoffumwandlung – die Umwandlungstemperatur der Katalysatoren beginnt bei ca. 300 Grad Celsius – ist dieser relativ klein ausgeführt und direkt in den Krümmern untergebracht. Der Hauptkatalysator ist jetzt in den Hauptschalldämpfer integriert. Trotz des zusätzlichen Vorkatalysators pro Zylinderbank konnte mit der neuen Abgasanlage ein Gewichtsvorteil von über vier Kilogramm erzielt werden. Die US-Version spart sogar acht Kilogramm ein. Die Gewichtsreduzierung resultiert aus dem Einsatz fortschrittlicher Dünnwandtechnik bei den Abgas-Rohren und Katalysatoren (1,2 mm anstatt 1,5 mm Wandstärke) sowie den Endschalldämpfern (Doppelwandtechnik mit 2 x 0,5 mm anstatt 2 x 0,75 mm Wandstärke).

 

Boxster-Grundmotor:
Aluminium-Lagerbrücke spart 5,5 Kilogramm

Die Grundmotoren der beiden Hubraumvarianten sind größtenteils unverändert geblieben. Mit einer wesentlichen Ausnahme: Die Porsche-Konstrukteure ersetzten die bisher aus Aluminium mit Grauguss-Einlegeteilen gefertigte Lagerbrücke der Kurbelwelle beim 2,7-Liter-Basismotor durch ein strukturoptimiertes Neuteil aus Vollaluminium. Damit reduzierten sie das Motorengewicht um beträchtliche 5,5 Kilogramm. Um gleichzeitig die gegenüber dem bisherigen Basismotor höhere Leistung aufnehmen zu können, wird die Kurbelwelle mit kräftigeren Lagerschalen versehen. Der im neuen Boxster S eingesetzte 3,2-Liter-Motor weist im Wesentlichen die gleichen Charakteristika wie die 2,7-Liter-Version auf. Lediglich die Kurbelwellenlagerbrücke ist aufgrund des höheren Leistungsvermögens weiterhin mit Grauguss-Einlegeteilen gefertigt.

 

Wie bisher weisen beide Triebwerke die für Porsche-Sportwagen charakteristische hochentwickelte Motor-Technologie auf: Sechszylinder-Boxermotoren mit Vierventiltechnik, hydraulischem Ventilspielausgleich, zylinderselektiver Klopfregelung und Einzelzündspulen mit ruhender Hochspannungsverteilung. Die Zylinderköpfe der Boxster-Motoren sind dreiteilig aufgebaut, sie bestehen aus dem eigentlichen Zylinderkopf mit Ventilen, dem Tassenstößelgehäuse mit hydraulischen Tassenstößeln und dem Zylinderkopfdeckel.

 

VarioCam optimiert Leistung, Drehmoment und Verbrauch

Die Nockenwellenverstellung “VarioCam" wird auch beim neuen 2,7-Liter- und 3,2-Liter-Motor eingesetzt. Mit “VarioCam" lassen sich sowohl ein maximales Leistungs- und Drehmomentverhalten als auch günstige Verbrauchs- und Abgaswerte im Stadtverkehr- oder Landstraßenbetrieb erreichen. Die Verstellung der Steuerzeiten übernehmen wie bisher die so genannten Flügelzellenversteller. Beide Boxster-Motoren besitzen eine integrierte Trockensumpfschmierung. Dabei saugen zwei Rückförderpumpen das Öl aus den Zylinderköpfen und leiten es in die Ölwanne. Eine dritte Pumpe in der Ölwanne versorgt die Schmierstellen im Motor mit Drucköl. Dieses Prinzip gewährleistet eine optimale Ölversorgung selbst bei extremen Belastungen wie hoher Querbeschleunigung. Durch die positiven Erfahrungen mit der elektrischen Ölstandsmessung und durch die weitere Verbesserung des Messvorganges konnte der Ölmessstab entfallen.

 

Neue Unterdruckpumpe sichert Bremskraftunterstützung

Wie beim neuen 911 Carrera stellt Porsche auch beim Boxster die Unterdruckversorgung für den Bremskraftverstärker von der konventionellen Saugstrahlpumpe im Ansaugtrakt des Motors auf eine mechanisch angetriebene Pumpe um. Diese Unterdruckpumpe ist mit der Ölabsaugpumpe des rechten Zylinderkopfes in einem gemeinsamen Gehäuse untergebracht und wird von der Auslassnockenwelle der rechten Zylinderbank angetrieben. Diese Bauart ermöglicht eine hohe und konstante Bremskraftunterstützung selbst bei ungünstigen Randbedingungen wie etwa geringer Außenluftdruck in großer Höhe oder hochdynamische Einsatzbedingungen mit hohem Volllastanteil.

 

Neues Sechsgang-Getriebe

Die Kraftübertragung übernimmt beim neuen Boxster das überarbeitete Fünfgang-Schaltgetriebe, beim Boxster S ein neue Schaltbox mit sechs Gängen. Als Option steht die Fünfgang-Tiptronic S für Boxster und Boxster S zur Wahl. Die Modifikationen am Fünfgang-Getriebe beschränken sich hauptsächlich auf die Achsübersetzung, die dem um fünf Prozent größeren Abrollumfang der Hinterräder angepasst ist, und eine neue Synchronisierung für verbesserten Schaltkomfort. Der Boxster S erhält serienmäßig ein neu entwickeltes Sechsgang-Schaltgetriebe, bei dem alle Übersetzungen neu ausgelegt sind. Die Schaltbetätigung wurde so überarbeitet, dass die Schaltwege rund 15 Prozent kürzer als bisher ausfallen. Beim Boxster-Fünfganggetriebe beträgt die Verkürzung sogar 27 Prozent. Das drückt sich in einem klaren Vorteil für den Fahrer aus: Die Gänge lassen sich schnell und präzise mit einem “knackigen" Schaltgefühl wechseln. Das vollkommen neue Getriebekonzept bietet außerdem die Möglichkeit, dass das Getriebe im Schadensfall in vollem Umfang repariert werden kann, was zu einer deutlichen Senkung eventueller Reparaturkosten führt.

 

Das Sechsgang-Schaltgetriebe ist als Option in Verbindung mit der aktiven Dämpferregelung “Porsche Active Suspension Management" (PASM) auch für den Boxster als Sportpaket erhältlich. Damit werden insbesondere diejenigen Kunden angesprochen, die einen sehr sportlichen Fahrstil pflegen. Denn die Verbindung von Sechsgang-Getriebe und “PASM" ermöglicht beispielsweise bei hohem fahrerischen Einsatz bessere Ergebnisse auf der Rundstrecke.

 

Synchronringe mit Carbonbeschichtung

Bei beiden Schaltgetrieben werden in allen Gängen höher belastbare Synchronisierungen eingesetzt. Wie beim neuen Carrera sind diese im ersten und zweiten Gang mit einer verschleißfesten Beschichtung aus Carbon versehen. Während im Boxster der erste Gang dreifach (bisher: einfach) und der zweite Gang doppelt (bisher ebenfalls einfach) synchronisiert ist, erhält der Boxster S in den bisher doppelt synchronisierten Gängen eins und zwei jeweils eine dreifache Synchronisierung. Die Gänge drei bis sechs sind statt einfach jetzt doppelt synchronisiert. Der Vorteil der Mehrfachsynchronisierungen äußert sich vor allem in unveränderten Schaltkräften trotz der kürzeren Schaltwege. Ihre Kühlluft beziehen die Boxster-Getriebe, die zusätzlich über einen direkten Luft-Wärmeaustausch an der Getriebeoberfläche gekühlt werden, durch einen genau definierten Einlass an der Unterbodenverkleidung.

 

Tiptronic S mit höheren Schaltdrücken

Auf Wunsch sind die beiden neuen Boxster-Modelle auch weiterhin mit dem automatischen Fünfstufen-Getriebe “Tiptronic S" lieferbar, das ebenfalls weiterentwickelt und an die gestiegenen Leistungen angepasst wurde. Höhere Schaltdrücke tragen den gewachsenen Leistungen Rechung, bieten dem Fahrer aber einen unveränderten Schaltkomfort. Die Porsche-Getriebespezialisten optimierten darüber hinaus die Höhenfunktion sowie Steigungs- und Gefälle-Erkennung, was ein unerwünschtes Hochschalten an Steigungen oder Gefällen noch besser als bisher verhindert. Erkennt die Getriebesteuerung eine betont sportliche Fahrweise, liegen jetzt die Schaltpunkte noch näher an der Drehzahlgrenze und bieten damit noch mehr Fahrdynamik.

 

Um attraktive Fahrleistungen und eine hohe Fahrdynamik zu erreichen, wurde die Gesamtübersetzung durch die Kürzung der Differenzial-Übersetzung um 8,8 Prozent beim Boxster und 4,8 Prozent beim Boxster S angepasst. Mit dieser sportlich ausgelegten Gesamtübersetzung erreichen auch die neuen Modelle mit Tiptronic S ihre Höchstgeschwindigkeit im höchsten Gang. Ein neues Leichtlauföl verringert die Reibungsverluste im Getriebe und ermöglicht zudem die Verlängerung der Getriebe-Ölwechselintervalle von 160.000 auf 180.000 Kilometer.

 

Fahrwerk und Bremsen: Breiter, sportlicher, sicherer

 

Maßgebliches Ziel bei der Fahrwerkabstimmung des neuen Boxster war die erneute Steigerung der Fahrdynamik, also die direkte Umsetzung der gestiegenen Motorleistung. Konzeptionell entspricht das Fahrwerk der neuen Generation dem der Vorgänger-Baureihe. Die Porsche-Entwicklungsingenieure nahmen sich jedoch jedes Detail vor und überarbeiteten die Abstimmung grundlegend: Spurverbreiterung, neue und größere Räder-/Reifenkombinationen sowie Gewichtsreduzierung der einzelnen Bauteile führen beim neuen Boxster zu nochmals sportlicherem Fahrverhalten und höheren Sicherheitsreserven bei unverändert gutem Fahrkomfort. Durch die bessere Performance der neuen Reifengeneration können mit dem neuen Boxster deutlich höhere Kräfte auf die Straße übertragen werden. Damit sind erhöhte Anforderungen im gesamten Bereich des Fahrwerks verbunden. Das gilt besonders für die Achskomponenten, aber auch für die Bremse.

 

Vorderachse mit neuem Aluminium-Querträger

Die Radaufhängung besteht wie bisher aus einer Federbeinachse und einer aufgelösten Anordnung der Längs- und Querlenker. Dieses Konzept sorgt für eine sehr präzise Radführung, die mit einem hohem Abrollkomfort verbunden ist. Der Vorderachs-Querträger wurde für den Boxster neu entwickelt und gleich in zwei Eigenschaften verbessert. So wurde die Geometrie für eine weiter erhöhte Kollisionssicherheit speziell beim Offsetcrash vollständig überarbeitet. Gleichzeitig verbreiterten die Ingenieure den Querträger auf jeder Seite um 15 Millimeter. Dadurch konnten die Achsanlenkpunkte weiter nach außen verlegt werden, was je nach Räder- und Reifenkombination zu einer Spurverbreiterung zwischen 24 und 35 Millimeter führt. Durch die Umstellung des Querträger-Materials auf Aluminium-Druckguss ergab sich außerdem eine Gewichtseinsparung von 0,5 Kilogramm.

 

Die leichteren, aber dennoch steiferen Aluminium-Schwenklager bieten wesentlich mehr Sturzsteifigkeit, was der Lenkpräzision zugute kommt und bei maximaler Querbeschleunigung mehr Potenzial zur Verfügung stellt. Auch zur Optimierung der Bremsen-Kühlluftführung wurde die Geometrie des Vorderachs-Schwenklagers geändert. So konnte in Verbindung mit einem vergrößerten Bremsluftspoiler, der in den Längslenker eingeklipst wird, die Kühlung der Bremsen verbessert werden. Um weiter Gewicht zu reduzieren, wird das Vorderachs-Schwenklager nicht mehr massiv, sondern hohl gegossen.

 

Um die gestiegenen Kräfte, die durch die erhöhten Fahrleistungen verursacht werden, zuverlässig übertragen zu können, verfügt der neue Boxster über Radlager mit von 75 auf 80 Millimeter vergrößerten Durchmessern. Sie bieten den großen Vorteil einer noch steiferen Radführung in Querrichtung und tragen damit zu einem äußerst präzisen Fahrverhalten bei. Zusätzlich übernehmen die Radlager nun die Funktion der bisherigen ABS-Impulsringe. Sie sind mit einer so genannten Multipoldichtung versehen. Dies ist eine Dichtung mit einer aufmagnetisierten Schicht, durch die die Drehzahlimpulse für die ABS-Drehzahlsensoren erzeugt werden.

 

Zur Steigerung des Fahrkomforts ersetzt ein Hydrolager das bisherige konventionelle Gummi-Metalllager, das Längs- und Querlenker verbindet. Dies absorbiert Schwingungen, wie sie beispielsweise durch Fahrbahn-Unebenheiten oder Rad-Unwuchten entstehen, noch effektiver und vermeidet so die Übertragung von Störeinflüssen auf die Lenkung. Gleichzeitig bleibt die Lenkpräzision auf höchstem Niveau.

 

Passend zur neuen Fahrwerkgeometrie stimmten die Ingenieure auch Federn, Dämpfer und Stabilisatoren neu ab. In Verbindung mit den größeren und breiteren Reifen trägt dies dazu bei, dass die Seitenneigung der Karosserie besonders bei dynamischer Fahrweise gegenüber dem Vorgängermodell nochmals verringert wird. Damit konnte das Gesamtfahrwerk deutlich sportlicher ausgelegt werden, ohne dass der Fahrkomfort beeinträchtigt wird.

 

Zahnstangenlenkung mit variabler Übersetzung

Mit Einführung der neuen Boxster-Generation setzt Porsche beim Mittelmotor-Sportwagen erstmals eine hydraulisch unterstützte Zahnstangenlenkung mit variabler Lenkübersetzung ein. Sie ermöglicht einerseits eine hervorragende Agilität besonders auf kurvenreicher Strecke, gleichzeitig aber auch ausgezeichnete Fahrstabilität bei sehr hohen Geschwindigkeiten. Um die Mittellage, also bei kleinen Lenkradeinschlägen, bleibt die Übersetzung mit dem Vorgängermodell vergleichbar. Besonders bei hohen Geschwindigkeiten verhält sich das Fahrzeug dadurch sehr ruhig. Bei Lenkradeinschlägen von mehr als 30 Grad wird die Lenkübersetzung zunehmend direkter. Das führt zu deutlich mehr Agilität beim Befahren von kurvenreichen Strecken. Auch die Handlichkeit, beispielsweise beim Abbiegen im Stadtverkehr oder Einparken, wird dadurch verbessert. Der Wendekreis liegt mit den neuen größeren Rädern, die mehr Platz in den Radhäusern beanspruchen, bei 11,1 Meter und damit nur knapp über dem Wert des Vorgängers (10,9 m).

 

Höhenverstellbares Lenkrad

Erstmals kann in den neuen Boxster-Modellen das Lenkrad nicht nur axial um 40 Millimeter, sondern auch in der Höhe um 40 Millimeter verstellt werden. Das bietet dem Fahrer deutlich mehr Möglichkeiten, das Lenkrad nach den eigenen Bedürfnissen einzustellen und so die individuell optimale Sitzposition zu finden. Gleichzeitig ermöglicht diese neue Serienausstattung ein bequemeres Ein- und Aussteigen. Der Feststellhebel zum Fixieren des Lenkrads sitzt weiterhin im unteren Bereich der Lenksäule.

 

Die Verriegelung des Lenkschlosses erfolgt jetzt elektrisch. Dieses Bauteil ist eine Komponente des vernetzten Wegfahrsperrensystems und bietet eine erhöhte Diebstahlsicherheit. Zusätzlich wird auch der Bedienkomfort gesteigert, da die elektrische Lenkradverriegelung erkennt, ob der Lenkstrang im gesperrten Zustand verspannt ist und dies gegebenenfalls dem Fahrer per Textmeldung (“Lenkung entlasten") über das Display im Kombiinstrument anzeigt.

 

Zur Gewichtsoptimierung bestehen alle drehenden Komponenten des Lenkstranges jetzt aus Aluminium, die Verstelleinrichtung aus zusätzlichen Magnesiumteilen. Trotz der zusätzlichen vertikalen Verstellmöglichkeit konnte so das Mehrgewicht des gesamten Lenkstranges auf weniger als 600 Gramm reduziert werden.

 

Hinterachse mit erhöhter Steifigkeit für präziseres Fahren

Das Boxster-typische McPherson-Hinterachskonzept wurde für die neue Baureihe im Detail weiterentwickelt. Ziel bei der Neugestaltung der Hinterachskomponenten war besonders die Erhöhung der Quersteifigkeit bei gleichzeitiger Gewichtsreduzierung durch konsequenten Leichtbau. Zusätzlich wurde die Steifigkeit einzelner Achskomponenten erhöht. Dadurch können in Verbindung mit der neuen Reifengeneration insgesamt höhere Querbeschleunigungen erreicht werden. Gleichzeitig wurde der Fahrkomfort an der Hinterachse verbessert.

 

Zu den wichtigsten Weiterentwicklungen zählt das Trägerseitenteil des Hilfsrahmens, das jetzt in Aluminiumdruckguss gefertigt wird und dadurch eine Gewichtsminimierung von knapp einem Kilogramm ermöglichte. Auch die Kinematik in Verbindung mit dem Spurstangenlager wurde optimiert, wodurch das Ansprechverhalten des Fahrwerks und die Agilität des Fahrverhaltens verbessert werden konnte. Ein neuer Zweirohr-Stoßdämpfer mit größerer Führungslänge und größerem Außenrohr verbessert zusätzlich die Sturzsteifigkeit und das Ansprechverhalten.

 

Der Aluminium-Radträger ist ebenfalls ein Neuteil. Zur Erhöhung der Vorspursteifigkeit, die eine präzisere Radführung unterstützt, hat er einen größeren Lenkhebel und die Sturzsteifigkeit ist um 30 Prozent erhöht. Weil bei Porsche die Gewichtsreduzierung zu den zentralen Entwicklungszielen gehört, wird der Radträger als wesentliches Teil der bewegten Massen nicht mehr massiv, sondern hohl ausgeführt. Diese neue Konstruktion führte zu einer Gewichtsreduzierung von rund 1,2 Kilogramm.

 

PASM-Fahrwerk auch im Boxster

Weltpremiere feierte das aktive Fahrwerk “Porsche Active Suspension Management" (PASM) im neuen 911 Carrera, jetzt ist es auch für den neuen Boxster S optional lieferbar. Im neuen Boxster mit 2,7-Liter-Motor wird es auch im Rahmen eines Sportpakets angeboten, zu dem das sportliche Sechsgang-Schaltgetriebe zählt. “PASM" verbindet zwei Fahrwerke in einem: ein sportlich-komfortables für die Langstrecke und ein betont sportliches für die Rundstrecke. Im Vergleich zum Serienfahrwerk ist das PASM-Fahrwerk um zehn Millimeter tiefer gelegt.

 

Beim “Porsche Active Suspension Management" kann der Fahrer über eine Taste in der Mittelkonsole zwischen zwei Fahrwerkprogrammen wählen: Je nach Wahl erscheint im Display des Kombi-Instrumentes für vier Sekunden ein Dämpfersymbol und der Hinweis “PASM Normal" oder “PASM Sport". Die Normal-Einstellung bietet eine komfortablere Grundabstimmung der Dämpfer, die bei dynamischer Fahrweise automatisch in einen zunehmend sportlicheren Modus wechseln. Insbesondere bei langen Reisen auf der Autobahn spüren die Insassen einen deutlichen Komfortgewinn, denn kleinere und mittlere Fahrbahn-Unebenheiten absorbiert das “PASM" noch einmal besser als das Standard-Fahrwerk. In der Sport-Einstellung werden dagegen härtere Dämpferkennlinien angesteuert, die eine sehr agile Fahrweise unterstützen und mit den Eigenschaften eines Sportfahrwerkes konkurrieren können. Durch die verringerten Aufbaubewegungen lassen sich schnelle Rundenzeiten leichter erzielen.

 

Das PASM-System besteht aus adaptiven Dämpfern mit kontinuierlich verstellbarer Dämpferkraft, zwei Beschleunigungssensoren zur Ermittlung der Karosserievertikalbewegungen und dem PASM-Steuergerät. Das Steuergerät setzt die Signale der beiden Beschleunigungssensoren, die an die Dämpferdome vorn rechts und hinten links montiert sind, in Relation zu Querbeschleunigung, Lenkwinkel, Fahrgeschwindigkeit, Bremsdruck und Motormoment. Aus diesen Werten, die über den CAN-Bus zur Verfügung stehen, bestimmt das System die optimale Dämpferlinie und steuert getrennt für jedes einzelne Rad die entsprechende Dämpferhärte an.

 

Für jeden Zweck die richtige Kennlinie

Durch seine speziell entwickelten Software-Module mit jeweils fünf kontinuierlich ansteuerbaren Dämpferkennlinien sorgt das “PASM" für eine exzellente Performance und nochmals gesteigerte Fahrsicherheit. Damit kann für jeden Fahrzustand die optimale Dämpfereinstellung in Bruchteilen von Sekunden bereitgestellt werden.

 

Fahrspurwechselmodul:

Bei schnellen Lenkbewegungen, beispielsweise bei plötzlichen Ausweich-manövern, erhöht das System die Dämpferkraft blitzschnell an beiden Achsen. Dadurch werden Seitenneigungen oder ein Aufschaukeln der Karosserie reduziert und das Fahrzeug ist vor allem in Extremsituationen deutlich besser beherrschbar.

 

Vertikalregelungsmodul:

Im Normalprogramm wird die Dämpferkraft angehoben, wenn die Vertikalbewegung der Karosserie über einen bestimmten Schwellwert ansteigt, etwa beim Überfahren von Fahrbahn-Unebenheiten. Ein Aufschaukeln der Karosserie wird dadurch sicher verhindert. Im Sportprogramm senkt das System dagegen die Dämpfung zur Verbesserung des Fahrbahnkontaktes der Räder mit zunehmenden Aufbaubewegungen leicht ab. Das verhindert ein mögliches Springen oder Versetzen des Autos und führt gleichzeitig zu einem merklichen Komfortgewinn.

 

Querbeschleunigungsmodul:

Abhängig von Fahrgeschwindigkeit und Querbeschleunigung wird im Normalprogramm die Dämpfung bei Kurvenfahrt für die kurveninnere und -äußere Fahrzeugseite unterschiedlich erhöht. Dies verhindert ein Aufschaukeln des Fahrzeugaufbaus und steigert deutlich die Fahrpräzision.

 

Bremsmodul:

Bei Bremsbeginn schaltet das “PASM" auf eine härtere Dämpfung, um das Eintauchen des Fahrzeugs zu reduzieren. Dadurch können hohe Bremskräfte auf die Straße schneller übertragen werden. Im Verlauf des Bremsvorgangs wird nach einer definierten Zeit auf eine weichere, für die Vorder- und Hinterachse unterschiedliche Kennung gewechselt. Insbesondere auf unebenen Fahrbahnen führt dies zu einem besseren Straßenkontakt und damit zu einer Bremswegverkürzung.

 

Lastwechselmodul:

Bei starkem Beschleunigen, beim Gaswegnehmen und bei Gangwechseln erfolgt eine Umschaltung der Dämpferkennlinien individuell für Vorder- und Hinterachse. Im Normal-Modus werden die Dämpfer bei diesen Fahrzuständen für einen kurzen Moment auf eine härtere Bedämpfung umgeschaltet. Dadurch wird ein zu starkes Nicken des Fahrzeugs vermieden. Im Sport-Modus schaltet das System bei Bedarf zur Verbesserung der Traktion beim Beschleunigen, etwa auf unebenen Fahrbahnen, kurzzeitig auf eine weichere Dämpferkennung.

 

Leistungsorientierte Bremsanlage

Die weit über seine Klasse hinaus beispielhafte Bremsanlage des Porsche Boxster wurde aufgrund der Leistungskur der beiden Triebwerke weiter verbessert, obwohl die maximale Bremsleistung bereits beim Vorgängermodell schon ein Vielfaches der maximalen Antriebsleistung betrug. Das wird nicht nur am Basis-Modell sichtbar, das erstmals mit gelochten Bremsscheiben ausgerüstet ist. Die Bremsanlagen beider Fahrzeuge wurden in wesentlichen Punkten verändert: An der Hinterachse der zwei Boxster-Varianten sorgt jetzt einheitlich eine Bremsscheibe mit 299 Millimetern Durchmesser für optimale Verzögerung. Dagegen ist die Scheibenstärke unterschiedlich gewählt. Bei der Basis-Version beträgt sie 20 Millimeter und beim Boxster S 24 Millimeter. Die Durchmesser an der Vorderachse bleiben mit 298 Millimeter beim Boxster und 318 Millimeter beim leistungsstärkeren Modell im Vergleich zu den Vorgängermodellen unverändert. Zur besseren Kühlung wurden außerdem neue und größere Bremsluftspoiler entwickelt.

 

An den Radträgern werden Monobloc-Festsattelbremsen montiert, die mit jeweils vier Kolben die Bremsbeläge gegen die Scheiben pressen. Den Basis-Boxster erkennt man an den schwarz eloxierten Sätteln, während die etwas kräftigeren Zangen des Boxster S rot lackiert sind. Um die Betätigungskräfte des Bremspedals zu verringern und das Ansprechverhalten der Bremse weiter zu beschleunigen, wurde der Verstärkungsfaktor im Bremskraftverstärker darüber hinaus um 18 Prozent angehoben. Als Resultat ergibt sich eine sehr standfeste, spontan reagierende Bremsanlage mit geringen Betätigungskräften, deren Verzögerungswerte die Fahrzeugbeschleunigungswerte bei weitem übertreffen.

 

Erstmals Keramik-Bremsscheiben für den Boxster S

Eine weitere Steigerung der Bremsleistung kann der Boxster S bieten. Erstmals hält die “Porsche Ceramic Composite Brake" (PCCB) Einzug in die Liste seiner möglichen Individualausstattungen, eine in dieser Klasse einzigartige Option. Die entscheidenden Vorteile der “PCCB" sind:

 

·       schnelleres Ansprechverhalten

·       sehr hohe Fadingstabilität durch konstant hohe Reibwerte

·       hohe Sicherheitsreserven auch unter extremer Beanspruchung

·       deutlich geringere ungefederte Massen gegenüber Grauguss-Bremsscheiben

·       hohe Lebensdauer beim Einsatz im öffentlichen Straßenverkehr

·       absolute Korrosionsbeständigkeit

 

Die “PCCB" basiert auf carbonfaserverstärkten Keramikbremsscheiben mit formoptimierten Innenkühlkanälen sowie eigens darauf abgestimmten Bremsbelägen aus einem Verbundwerkstoff.

 

Die Form der Innenkühlkanäle wurde ausgehend von der bisherigen Evolventen-Form weiterentwickelt, um einen noch höheren Ventilationseffekt durch die drehende Scheibe zu erreichen. Die Folge ist ein noch höherer Luftdurchsatz und damit eine weiter verbesserte Bremsenkühlung. Schließlich konnte durch Optimierung der Faserverstärkung die Abriebfestigkeit vor allem unter hoher Belastung nochmals deutlich gesteigert werden. Für den Kunden bedeuten diese Verbesserungen erhöhte Leistungsfähigkeit sowie eine nochmals verlängerte Lebensdauer der Bremsanlage.

 

Das Paket aus Keramikscheibe mit 350 Millimeter Durchmesser an allen vier Rädern und Verbundbremsbelägen sorgt in Verbindung mit den gelb lackierten Sechs-Kolben-Aluminium-Festsätteln an der Vorderachse und Vier-Kolben-Aluminium-Festsätteln an der Hinterachse für hohe und vor allem konstante Reibwerte – egal, ob im kalten oder heißen Zustand. Damit sind auch bei hohen Beanspruchungen sehr kurze Bremswege gewährleistet.

 

Weiterentwickeltes “PSM” serienmäßig

Das aktive Sicherheitspaket des neuen Boxster umfasst jetzt serienmäßig das neue “Porsche Stability Management" (PSM). Im “PSM" sind die bereits bekannten Funktionen ABS (Antiblockiersystem), ASR (Antriebsschlupfregelung), MSR (Motorschleppmomentregelung) und ABD (Automatisches Bremsendifferential) enthalten. Durch die Weiterentwicklung führen eine weiter verfeinerte Regelgüte und optimierte ABS-Komponenten in Kombination mit den neuen Reifen zu noch kürzeren Bremswegen.

 

Um ein agileres Fahrverhalten in engen Kurven zu ermöglichen, greift das “PSM" bei geringen Geschwindigkeiten bis etwa 70 km/h bewusst später ein. Wie bisher kann der Fahrer das “PSM" auch abschalten, so dass es nur beim Bremsen wieder aktiv wird. Die Reaktivierung des Systems erfolgt jetzt aber erst bei stärkerem Durchtreten des Bremspedals, wenn an mindestens einem Vorderrad die ABS-Regelschwelle erreicht wird. Der sportliche Fahrer genießt mehr Spielraum, da bei schwachen Bremsungen noch keine PSM-Eingriffe erfolgen und das Fahrzeug neutraler in die Kurve eingebremst werden kann.

 

Sportliche Dynamikspritze: Sport-Chrono-Programm

Für Boxster-Fahrer, die auf einen noch ausgeprägteren sportlichen Charakter ihres Roadsters Wert legen, bietet Porsche wie im 911 Carrera das “Sport Chrono Paket" an. Darin haben die Porsche-Entwicklungsingenieure eine steilere Gaspedalkennlinie, härtere Drehzahlabsteller und höhere Eingriffschwellen für das “Porsche Stability Management" (PSM) verpackt. In Verbindung mit der Ausstattungsoption “Porsche Active Suspension Management" sorgt das Sport-Chrono-Programm für eine noch härtere Dämpferabstimmung im Sportmodus.

 

Das Sport-Chrono-Programm ermöglicht es dem Fahrer außerdem die fahrdynamischen Vorteile bis auf die Hundertstelsekunde genau zu kontrollieren: Erkennungszeichen des “Sport Chrono Pakets" ist die Aktivierungs-Taste in der Mittelkonsole und eine Analog-/Digital-Stoppuhr auf der Instrumententafel, die über den Lenkstockhebel gesteuert wird und mit der sich beispielsweise Rundenzeiten stoppen lassen. In Verbindung mit dem optionalen “Porsche Communication Management" kann das “Sport Chrono Paket" um zusätzliche Funktionen erweitert werden, so dass es dem “Sport Chrono Paket Plus" im 911 Carrera entspricht. In Zusammenarbeit mit dem “PCM" können beispielsweise die gestoppten, addierten oder gespeicherten Rundenzeiten anschließend aufgerufen und am Monitor grafisch ausgewertet werden.

 

Drosselklappe reagiert schneller

Der Fahrer spürt die aktive Sport-Chrono-Funktion unmittelbar am Ansprechverhalten des Gaspedals. Die Motronic stellt dazu eine kürzere “Übersetzung" zwischen Gaspedal und Drosselklappenwinkel her; das heißt, bei gleichem Gaspedalweg wird die Drosselklappe weiter geöffnet. Außerdem werden die Übergänge zwischen Zug und Schub sportlicher.

Beim Annähern an den Drehzahlgrenzbereich schließt das Motormanagement die Drosselklappe nicht mehr kontinuierlich, sondern bietet ein zusätzliches Beschleunigungspotenzial durch einen harten Drehzahlbegrenzer mittels Ausblenden von Einspritzung und Zündung einzelner Zylinder erst kurz vor der Drehzahlgrenze. Diese Funktion ist nur bei Schaltgetrieben aktiv.

 

Auch die Arbeitsweise des “Porsche Stability Management" wird per Druck auf die Sporttaste verändert und in Richtung Agilität und Fahrdynamik verschoben. So entwickelt das Fahrzeug beim Herausbeschleunigen aus Kurven durch Anheben der Auslöseschwellen des ASR mehr Längsdynamik, da an den Antriebsrädern beim Gasgeben mehr Schlupf zugelassen wird. Ein spürbares Ausschwenken des Hecks – besonders auf Fahrbahnen mit niedrigen Reibwerten – wird bewusst akzeptiert, ohne damit die Fahrsicherheit zu gefährden. Auch die übrigen Schwellen für die PSM-Eingriffe sind angehoben: Die Abweichung zwischen Ist- und Sollbewegungsrichtung des Fahrzeugs darf größer werden, bevor das “PSM" einschreitet. Das Fahrzeug erhält dadurch im querdynamischen Grenzbereich mehr Agilität. Durch Anhebung der ABS-Eingriffsgrenzen ist ein neutraleres Einbremsen in Kurven möglich. Zusätzlich lässt das “PSM" beim Gaswegnehmen mehr Schleppmoment des Motors zu. Dadurch ergibt sich ein ausgeprägterer Lastwechsel, so dass das Fahrzeug in Kurven leichter angestellt und so dynamischer eingelenkt werden kann. Noch mehr Fahrzeugagilität erhält der Fahrer, wenn er bei aktiviertem Sportmodus das “PSM" ausschaltet.

 

 

Räder und Reifen: Eine Nummer größer

 

Der neue Boxster rollt auf größeren und neu gestylten Rädern an den Start. Erstmals werden die 17- und 19-Zoll-Räder im Flow-Forming Prozess hergestellt. Diese Leichtbautechnologie spart durch ein dünnwandiges Auswalzen des Felgenbettes Gewicht. Dadurch konnten die Mehrgewichte durch die größeren Dimensionen auf unter vier Kilogramm pro Fahrzeug gedrückt werden. Als Serienausstattung erhält der Boxster nun ein 17-Zoll-Rad (bisher 16 Zoll) mit fünf Doppelspeichen in den Dimensionen 6,5J x 17 an der Vorderachse und 8J x 17 an der Hinterachse. Der Boxster S rollt serienmäßig auf 18-Zoll-Rädern in den Dimensionen 8J x 18 an der Vorderachse und 9J x 18 an der Hinterachse. Das Design des 18-Zöllers ist durch fünf sehr markante, an den Enden in jeweils zwei schlanke Stege auslaufende Speichen geprägt. Sowohl für den Boxster als auch den Boxster S werden optional drei 19-Zoll-Designvarianten angeboten. Sie haben an der Vorderachse die Dimension 8J x 19 und an der Hinterachse 9,5J x 19. Zwei dieser Räder orientieren sich am Carrera-Design, dazu kommt ein Sportdesign Rad mit 15 Speichen. Die 19-Zöller verleihen dem Boxster nicht nur eine ganz besondere Optik, sondern bieten auch fahrdynamisch deutliche Vorteile, die bis hin zur Verkürzung der Bremswege reichen.

 

Abrollkomfort bleibt erhalten

In Verbindung mit den neuen Rädern wurde für die neue Boxster-Baureihe eine neue Reifengeneration mit größeren Abrollumfängen und noch sportlicheren Eigenschaften entwickelt. Das Potential der maximal übertragbaren Kräfte sowohl in Längs- als auch in Querrichtung konnte nochmals spürbar angehoben werden. An der Vorderachse wächst der Reifenumfang um 2,5 Prozent, an der Hinterachse um fünf Prozent. Durch die größeren Abrollumfänge wird das Verhältnis Seitenwandhöhe zu Reifenbreite im Vergleich zum Vorgängermodell angehoben, um trotz der größeren Räder einen angemessenen Komfort zu gewährleisten. Gleichzeitig wachsen die Reifenbreiten beim Boxster vorn auf 205 und hinten auf 235 Millimeter, beim Boxster S auf 235 vorn und 265 Millimeter hinten.

 

Zehn Kilogramm weniger ohne Notrad

Die sinkende Zahl schwerer Reifenpannen, ein größeres Platzangebot im vorderen Kofferraum und eine Gewichtsreduzierung von zehn Kilogramm stellte die Notwendigkeit eines Reserverades immer mehr in Frage. Porsche hat sich jetzt entschieden: Beim neuen Boxster entfällt das Notrad einschließlich Wagenheber zu Gunsten eines Reifendichtmittels und eines elektrischen Kompressors. Durch die Einführung des Reifendichtmittels wird für die meisten heute noch üblichen Reifenschäden der oft mühsame Wechsel des beschädigten Reifens vor Ort vermieden. Kleinere Einstichschäden, wie etwa ein eingefahrener Nagel, können durch Einfüllen des Reifendichtmittels soweit behoben werden, dass eine Fahrt mit herabgesetzter Geschwindigkeit (maximal 80 km/h) bis zum nächsten Porsche-Zentrum möglich ist, ohne dabei das betroffene Rad oder gar das Fahrzeug zu beschädigen.

 

 

Karosserie und Sicherheit:
Mehr Stabilität und mehr Platz

 

Mehr Dynamik durch höhere Motorleistungen, verbesserte Reifen-Performance und erweiterte Fahrwerksmöglichkeiten sowie das Ziel, die passive Sicherheit weiter zu erhöhen, führten zu einer detaillierten Weiterentwicklung der Boxster-Karosserie. Von der Überarbeitung profitieren die Insassen darüber hinaus durch ein vergrößertes Platzangebot.

 

Im Vorderwagenbereich wurde der Stirnwandquerträger vollständig überarbeitet. Er besteht jetzt aus besonders hochfestem Stahl und wird in einem neuen Fertigungsverfahren produziert. Dadurch konnte der Querschnitt reduziert und der Fußraum vergrößert werden. Gleichzeitig wurde die Festigkeit erhöht, so dass eine mögliche Fußraum-Intrusion im Falle eines Unfalls deutlich geringer ausfällt. Dank dieser Konstruktion konnte das Gas- und Bremspedal um zehn Millimeter sowie das Kupplungspedal um 15 Millimeter weiter nach vorn verlegt werden. Große Fahrer erhalten dadurch mehr Beinfreiheit und können eine bessere Sitzposition finden. Ergänzend dazu wurde die Sitzposition abgesenkt und die Kopffreiheit vergrößert.

 

Selbstverständlich findet auch großes Gepäck genügend Platz in den neuen Boxster-Modellen. Durch die Neugestaltung des vorderen Kofferraumes konnte das Volumen um 20 Liter auf 150 Liter vergrößert werden. Rechnet man zu diesem Wert die 130 Liter des hinteren Kofferraums dazu, stehen insgesamt 280 Liter Kofferraum-Volumen zur Verfügung. Das gilt bei der Boxster-Baureihe sowohl bei geschlossenem als auch bei geöffnetem Verdeck.

 

Die im Vorgängermodell bereits in den hinteren Längsträgern eingesetzten “Tailored Blanks" finden sich im neuen Boxster jetzt auch im vorderen Längsträger. Dabei handelt es sich um Platinen, bei denen Feinbleche aus unterschiedlichen Stahlsorten und Blechdicken per Laser zusammengeschweißt werden. Durch diese Materialbeschaffenheit lässt sich das Fahrzeuggewicht reduzieren, und Crashbereiche können gezielt definiert werden.

 

Steifere Fahrgastzelle dank “Hockeyschläger"

Zur Versteifung der Fahrgastzelle bei einem Frontal- oder Offsetcrash wurde der so genannte obere Lastpfad optimiert. Dieser Pfad leitet die Kräfte, die beim Crash auf die Karosserie einwirken, sehr effektiv vom Vorderwagen über die Tür nach hinten. Dazu ist die Tür im oberen Bereich durch ein zusätzliches Profilblech aus Stahl verstärkt und stützt sich im Fall eines Crashs an einer optimierten Seitenteilstruktur ab. Zur weiteren Verstärkung der Fahrgastzelle dient speziell bei Offset-Kollisionen ein Stützrohr aus hochfestem Stahl, das vom unteren Stirnwand-Querträger zur A-Säule verläuft und aufgrund seiner Form “Hockeyschläger" getauft wurde.

 

Durch das Punktschweißklebeverfahren, mit dem die Seitenteile und die Bodengruppe verbunden werden, konnte zusätzlich die Torsions- und Biegesteifigkeit des Rohbaus gesteigert werden. Die Werte für die Torsion verbessern sich dadurch um neun Prozent und für die Biegesteifigkeit um 14 Prozent.

 

Aluminium drosselt Mehrgewicht

Solche Verbesserungsmaßnahmen drücken sich auf der Waage nicht in Gramm, sondern stets in Kilo aus. Die Gewichtszunahme konnte dennoch auf 18 Kilogramm beschränkt werden, so dass die Rohkarosserie ohne Türen nun aktuell 250 Kilogramm wiegt. Um das Mehrgewicht zumindest teilweise zu kompensieren, bestehen die Kofferraumdeckel des neuen Boxster jetzt aus Aluminium-Schalenkonstruktionen, die vorne sechs und hinten drei Kilogramm sparen. Darüber hinaus brachten neue, leichtere Dämmstoffe weitere Einsparpotenziale. So wurde vor allem im Bereich hinter den Sitzen ein neues, absorbierendes Material eingesetzt, mit dem das Gesamtgewicht der Innenraumdämmung um ein Viertel auf 15 Kilogramm reduziert werden konnte.

 

Das Stoßfängersystem wurde weitgehend vom Vorgängermodell übernommen und an die neuen Fahrzeugkonturen angepasst. Neue, energieabsorbierende Prall-Elemente mit 50 Millimeter Hub sorgen für einen noch besseren Schutz des Karosserie-Rohbaus bei geringen Aufprallgeschwindigkeiten. Dies zahlt sich für den Fahrer in einer günstigeren Versicherungseinstufung und gegebenenfalls niedrigeren Reparaturkosten aus.

 

Neu entwickelter Überrollbügel

Mit seiner verstärkten A-Säule und dem Überrollbügel sind der neue Boxster und Boxster S auch gegen Überschläge bestens gerüstet. Der neu entwickelte Überrollbügel besteht aus einer speziellen Edelstahllegierung, die höchste Festigkeitsbedingungen erfüllt. Er wird im so genannten IHU-Verfahren (Innenhochdruckumformung) hergestellt, bei dem das Stahlrohr in eine Negativform gelegt und mit Wasserdruck in die gewünschte Form gebracht wird. Die Überrollbügel der neuen Boxster-Modelle sind 25 Millimeter höher und 31 Millimeter weiter hinten angeordnet. In Kombination mit einer tieferen Sitzposition und den um 50 Millimeter verlängerten Kopfstützen wurde der Überlebensraum für die Insassen weiter vergrößert.

 

Weltneuheit: Roadster mit speziellem Kopfairbag

Zusätzlich zu den 3-Punkt-Automatikgurten mit Gurtstraffer und Gurtkraftbegrenzer ist der Boxster serienmäßig mit sechs Airbags ausgestattet. Dazu zählen zwei neue Fullsize-Frontairbags und das neu entwickelte POSIP- System (Porsche Side Impact Protection), das aus einem Thorax-Airbag an der Außenseite der Sitzlehne und einem weltweit neuartigen Kopfairbag in der Tür besteht. Der Kopfairbag versteckt sich im Ruhezustand in der Fensterbrüstung am unteren Rand der Seitenscheibe. Bei einem Seitenaufprall entfaltet sich der acht Liter große Kopfairbag in Form eines flachen Kissens von unten nach oben. Damit wird eine sehr gute Schutzwirkung für den Kopf sowohl vor einem Anprall gegen die Seitenscheibe oder andere Gegenstände, als auch vor Splittern erzielt. Dieser Airbag wird im neuen Boxster weltweit erstmalig in einem offenen Fahrzeug eingesetzt.

 

Elektrisches Verdeck mit leichter Magnesiumstruktur

Das typische Roadster-Faltdach hat beim Boxster Tradition und bietet gegenüber festen Klappdächern Vorteile, die für einen Porsche-Sportwagen ausschlaggebend sind. Das Softtop ist leichter, senkt damit den Fahrzeug-Schwerpunkt und reduziert die Wankneigung in Kurven. Darüber hinaus beansprucht es weniger Platz und erlaubt so den Insassen, das Fahrgefühl mit geöffnetem Dach noch intensiver erleben zu können. Außerdem wird durch das geringe Packmaß das hintere Kofferraum-Volumen auch bei geöffnetem Verdeck nicht beeinträchtigt.

 

Der neue Boxster erhält ein komplett neu entwickeltes, besonders leichtes Magnesiumverdeck, bei dem nur noch die Spannspriegel und Mittelholme von Eck- und Hauptspriegel aus Aluminium bestehen. Erstmals kann das Boxster-Verdeck während der Fahrt bis zu einem Tempo von rund 50 km/h betätigt werden. Bei einer Geschwindigkeit zwischen 10 und 50 km/h genügt es, die Verdecktaste anzutippen, damit sich das Verdeck in nur rund zwölf Sekunden öffnet oder schließt. Erst unterhalb einer Geschwindigkeit von 10 km/h muss die Taste aus Sicherheitsgründen permanent gedrückt werden.

 

Eine neue Verdeckzwischenlage aus einem sehr leichten synthetischen Faservlies sorgt für eine noch bessere Geräusch- und Wärmedämmung. Die kratzfeste Glasheckscheibe, die als einziges Bauteil vom Vorgängermodell übernommen wurde, ist beheizbar und sorgt bei jeder Witterung für klare Sichtverhältnisse.

 

Das auf Wunsch erhältliche dreiteilige Windschott wurde prinzipiell ebenfalls von der Vorgänger-Baureihe übernommen. Allerdings ermöglichen die 25 Millimeter höheren Überrollbügel eine größere Fläche des mittleren Plexiglas-Elements und damit einen größeren Komfort beim Offenfahren. Auch die Verriegelung am Überrollbügel konnte vereinfacht und bedienfreundlicher gestaltet werden. Als Individualausstattung ist auch für die neuen Boxster-Modelle ein Hardtop lieferbar. Das rund 23 Kilogramm leichte Hardtop aus Aluminium verfügt über eine beheizbare Heckscheibe und lässt sich leicht montieren.

 

 

Innenraum und Ausstattung: Neues Ambiente

 

Schon der erste Blick in den Innenraum des neuen Boxster macht deutlich, dass ein Generationswechsel stattgefunden hat: Das Interieur ist komplett neu gestaltet. Eine knapp geschnittene Hutze überdeckt das dreiteilige Kombi-Instrument, das in der Mitte weiterhin vom Drehzahlmesser dominiert wird. In den Zwischenräumen von Rundinstrumenten und Hutze ist ein feines Metallgitter befestigt, das die Durchsicht zur Frontscheibe erlaubt und der Hutze dadurch eine angenehm leichte Optik verleiht.

 

Die drei einzelnen Instrumente rücken im neuen Kombi-Instrument weiter auseinander. Dadurch vergrößern sich die Anzeigeflächen, was die Ablesbarkeit verbessert. Für die Zifferblätter werden zur Differenzierung von Boxster und Boxster S unterschiedliche Farben verwendet; das heißt Schwarz für das Basis-Modell und Hellgrau für die 3,2-Liter-Variante. Die permanenten Anzeigen für Geschwindigkeit (analog und digital), Drehzahl, Tankinhalt, Kühlmitteltemperatur, Gesamtkilometer, Tageskilometer, Uhrzeit und Außentemperatur liefern dem Fahrer stets die wichtigsten Informationen. Der jetzt serienmäßige Bordcomputer bietet darüber hinaus die Möglichkeit, die Durchschnittsgeschwindigkeit, den Durchschnittsverbrauch, die Restreichweite, und Navigationshinweise des optionalen “PCM" über den linken unteren Bedienhebel am Lenkrad abzurufen.

 

Die Kontrollleuchten, die bisher unter den Rundinstrumenten angebracht waren, wurden in die Zifferblätter integriert und rücken damit noch direkter ins Sichtfeld des Fahrers. Das Punkt-Matrix-Display befindet sich nach wie vor im unteren Drittel des zentral angeordneten Drehzahlmessers und zeigt nun zusätzliche Funktionen wie etwa die Zeitmessung der Sport-Chrono-Uhr (Option) an.

 

Weiße LED’s verbessern Ablesbarkeit

Bei Dämmerung und Dunkelheit lassen sich die Instrumente nicht nur wegen der größeren Anzeigefläche besser ablesen. Sie werden jetzt außerdem anstelle von gelben durch weiße LED’s beleuchtet, die über eine höhere Leuchtkraft verfügen. Darüber hinaus können durch das weiße LED-Licht die gelben und roten Warnleuchten besser wahrgenommen werden.

 

In der Mitte der Armaturentafel – unterhalb der beiden oval geformten Luftausströmer – fällt die völlig neu gestaltete, straffer wirkende Mittelkonsole ins Auge. Hier finden sich unter anderem die Bedienelemente für das serienmäßige CD-Radio, “PSM", Heckspoiler und Klimaanlage sowie das auf Wunsch erhältliche “Porsche Communication Management" (PCM) mit Navigationssystem. Die neue Mittelkonsole folgt der Formensprache des neuen Interieurs. Die bisherige Fugenvielfalt wurde deutlich reduziert und das Styling von CD-Radio, Klimabedienung und allen weiteren Schaltern einheitlich gestaltet. Um die Bedienbarkeit zu erleichtern, versahen die Designer alle Tasten, einschließlich der Fensterheber-Schalter in den Türen, mit so genannten Fingerstegen. Diese kleinen Leisten unterstützen den Tastsinn und erleichtern damit die Bedienung.

 

Hochwertige Oberflächen mit viel Leder

In der Basis-Ausführung werden die Schalttafel, die Türseitenverkleidung und die Seitenteile der vorderen Mittelkonsole mit einer Slush-Haut überzogen. Diese in einem speziellen Verfahren hergestellte Oberfläche überzeugt nicht nur optisch, sondern auch durch eine sehr angenehme und weiche Haptik. Auf Wunsch können diese Interieurteile auch mit hochwertigem Leder bezogen werden. Zur serienmäßigen Lederausstattung in genarbter Optik gehören sowohl beim Boxster als auch beim Boxster S Schalthebel, Lenkradkranz, Handbremshebelgriff und Türgriff. Zusätzlich sind beim Boxster S der Deckel des Ablagefachs in der Mittelkonsole und der des Türablagefachs mit Leder bezogen. Die Sitzmittelbahn ist serienmäßig in Alcantara ausgeführt.

 

Darüber hinaus sind weitere Interieur-Bauteile in Aluminium-Optik aufgewertet und dienen teilweise auch zur Differenzierung der beiden Boxster-Modelle. Dazu zählen bei beiden Fahrzeugen die Zierringe um die Luftausströmer sowie Teile an Schalthebel und optionalem Tiptronic S-Wählhebel. Die Plakette mit dem Gangschema des Fünfgang-Schalthebels ist in schwarz mit in Alu-Optik galvanisiertem Ring gehalten, während die Sechsgang-Plakette des Boxster S vollständig in Alu-Optik galvanisiert ist. Bei der optionalen Tiptronic S schimmert die Wählkulisse in lackierter Alu-Optik. Beim Boxster S sind darüber hinaus die Zierblende für den Schalt- oder Wählhebel und die Zierleiste in der Instrumententafel in Alu-Optik ausgeführt.

 

Als eine Möglichkeit der Aufwertung sind für die Boxster-Baureihe als Option Teilledersitze erhältlich. Dabei ist die gesamte Sitz- und Lehnenfläche in genarbtem Leder ausgeführt. Zusätzlich ist auf Wunsch eine Lederausstattung in verschiedenen Uni-Farben oder in Bi-Color-Ausführung lieferbar. Diese Lederausstattung umfasst zusätzlich zur Serienausstattung unter anderem die komplette Verkleidung der Instrumententafel, Türverkleidungen, Deckel von Ablagefächern sowie die Sitze. Als weitere Sonderausstattungen können Interieurprogramme in Holz- und Carbon-Optik geordert werden.

 

Der neue Boxster bietet ein intelligent gestaltetes Ablagenkonzept, das eine Vielzahl von Unterbringungsmöglichkeiten bietet. Besonders geräumig ist das gegenüber dem Vorgängermodell von fünf auf rund 6,5 Liter vergrößerte Handschuhfach auf der Beifahrerseite. Über dem Handschuhfach ist der neu entwickelte, zweigeteilte Cupholder in die Instrumententafel integriert. Er ist hinter einer vorklappbaren Blende verborgen. Im ausgeschwenkten Zustand befindet sich der linke Halter vor dem mittleren Luftausströmer der Schalttafel, der rechte vor dem Ausströmer für den Beifahrer.

 

Damit wird bei Bedarf eine recht effiziente Kühlung der Getränke erzielt. Weitere Ablagemöglichkeiten gibt es in der Mittelkonsole und in den Türen. Neben dem Zigarettenanzünder, dessen Einschub als Steckdose genutzt werden kann, und der 12-Volt-Steckdose im großen Staufach der Mittelkonsole befindet sich im neuen Boxster zusätzlich eine 12-Volt-Steckdose seitlich an der Mittelkonsole im Beifahrerfußraum.

 

Drei neue Lenkräder

Die beiden neuen Boxster-Modelle erhalten ein neues Dreispeichenlenkrad mit klaren geometrischen Formen und einem Durchmesser von 375 Millimetern. Dabei hat sich nicht nur die Formgebung, sondern auch die Technik geändert: Der Lenkradunterbau besteht aus einem Magnesium-Verbundskelett, was das Gewicht gegenüber der bisherigen Stahl-Aluminium Konstruktion um zehn Prozent reduziert. In der Tiptronic S-Ausführung sind wie bisher jeweils links und rechts der Prallplatte Schaltwippen integriert.

 

Über das Basislenkrad hinaus werden optional ein Sport- sowie ein Multifunktionslenkrad angeboten. Das Sportlenkrad unterscheidet sich vom Basislenkrad hauptsächlich durch einen stärker konturierten Lenkradkranz und eine runde Prallplatte. Der Lenkraddurchmesser beträgt nur 370 Millimeter und unterstreicht damit das betont sportliche Styling. Durch die ergonomisch ausgebildeten Griffmulden am Lenkradkranz liegt das Lenkrad auch bei sehr sportlicher Fahrweise gut und sicher in der Hand.

 

Multifunktionslenkrad für mehr Komfort

Alternativ zum Serienlenkrad ist für den Boxster auf Wunsch nicht nur ein Sportlenkrad, sondern in Verbindung mit “PCM" auch ein Multifunktionslenkrad mit besonders hochwertigem Glattleder lieferbar. Je nach Ausstattung des Fahrzeugs können dabei über sechs Funktionstasten wichtige Audio-, Navigations- und Telefonfunktionen direkt vom Lenkrad aus bedient werden. Die schwarzen Tasten sind in Alu-Optik lackierten Blenden eingebettet. Durch Drehen der oberen Walzentaste in der linken Lenkradspeiche wird die Lautstärke des Audiosystems geregelt, Drücken schaltet das System stumm. Der Steller in der rechten Speiche hat dieselbe Funktion wie der rechte Bedienknopf des “PCM": Durch Drehen können die Menüpunkte des “PCM" abgefragt werden, über die Drückfunktion lassen sich die einzelnen Menüpunkte anwählen. Mit Hilfe der rechten mittleren Taste gelangt man aus dem gewählten Menüpunkt wieder zurück in die nächst höhere Ebene. Die mittlere linke Taste mit dem Bildschirmsymbol kann in der Basis-Einstellung zum Durchschalten des Hauptmenüs genutzt werden. Sie kann aber auch wahlweise über das “PCM" umbelegt werden. Zur Auswahl stehen dafür das Main-Menü, Trip-Menü, Navigations-Menü, Audio- oder das Info-Menü. In Verbindung mit dem Telefon können über die beiden unteren Tasten Telefonanrufe angenommen und beendet werden. Ist kein Telefon im Fahrzeug verbaut, so sind die beiden unteren Tasten nicht belegt.

 

Darüber hinaus steht eine umfangreiche Palette weiterer Sonderausstattungen für Boxster und Boxster S zur Wahl. Dazu zählen beispielsweise Bi-Xenon-Scheinwerfer, der Parkassistent, der per Ultraschall den Abstand zu nahen Hindernissen misst und den Fahrer gegebenenfalls vor einer Kollision warnt, oder das neue programmierbare “HomeLink-System". Dieser integrierte Garagentoröffner kann bis zu drei Handsender, auch für Beleuchtungs- oder Alarmanlagen, ersetzen. Zu den weiteren Optionen gehört eine Alarmanlage (Serie beim Boxster S) mit Radar-Innenraumüberwachung.

 

Neues Stereo-Radio mit CD-Laufwerk

Serienmäßig verfügt die neue Boxster-Baureihe über das CD-Radio “Porsche CDR-24". Das Gerät basiert technisch auf dem bisherigen Radio “CDR-23", ist jetzt aber mit einer deutlich vergrößerten Bedienoberfläche ausgestattet, was die Übersichtlichkeit und Handhabung erheblich verbessert. Die Beleuchtung übernehmen auch in diesem Fall weiße LED’s. Die Leistungsmerkmale wie beispielsweise Doppeltuner, 48 Festspeicher, Hintergrundverkehrsfunk und CD-Laufwerk der Spitzenklasse blieben unverändert.

 

Der Sound hat sich dennoch verbessert. Das neue Interieur schuf die Möglichkeit, neue und hochwertigere Lautsprecher im Fahrzeug unterzubringen. Die Instrumententafel nimmt zwei Hochtonlautsprecher auf, während in den Türen je ein 165-Millimeter-Tieftonlautsprecher Platz findet.

 

Als Option ist im neuen Boxster das “Porsche Sound Package Plus" verfügbar. Durch den Einsatz von sieben Lautsprechern und einem externen Analogverstärker bietet es ein hervorragendes Sound-Erlebnis und ausreichende Pegelreserven für alle Fahrzustände. Folgende Lautsprecher setzen dies in sehr guter Qualität um:

 

·       zwei 19-Millimeter-Hochtonlautsprecher und ein 70-Millimeter-Mitteltonlautsprecher in der Armaturentafel sowie

·       zwei 100-Millimeter-Mitteltonlautsprecher und zwei 200-Millimeter-Tieftonlautsprecher in den Türen.

 

Angetrieben werden die Hochton- und Mitteltonlautsprecher durch die im CDR-24 integrierte 2 x 25 Watt Endstufe. Ein externer Analogverstärker, der im Kofferraum untergebracht ist, treibt die Tieftonlautsprecher (2 x 70 Watt) und den Centerspeaker (40 Watt). Die Anpassung an die spezielle Innenraumakustik des Boxster erfolgte durch aufwändige Abstimmungsarbeit bei den Verstärkern. Ein CD-Wechsler-Modul ist als Option erhältlich.

 

BOSE Surround-Sound-System

Das im neuen 911 Carrera erstmals angebotene BOSE Surround-Sound-System ist auch für den neuen Boxster adaptiert worden. Elf Lautsprecher und ein im digitalen MOST-Bus integrierter Sieben-Kanal-Digitalverstärker sorgen für ein Klangerlebnis, das im Roadster-Bereich zur absoluten Spitzenklasse zählt.

 

Kernstück des BOSE Surround-Sound-Systems ist der Digitalverstärker. Er leistet 5 x 25 Watt und wird zusätzlich von einer integrierten sowie einer externen 100 Watt starken Schaltendstufe unterstützt. Die aktive elektronische Equalization passt die Klangwiedergabe exakt an die spezifische Akustik des Fahrzeuginnenraums an. Die Wiedergabe aller Frequenzen wird dabei so modifiziert, dass beide Insassen unabhängig von der Sitzposition jederzeit eine Klangqualität der Spitzenklasse genießen, die sich mit einem Live-Musikerlebnis vergleichen lässt.

 

Eine wesentliche Voraussetzung zur Erzeugung dieser Klangqualität ist die Centerpoint-Technologie, ein speziell für die kleine Hörumgebung in Fahrzeugen entwickelter Surround-Decoder. Der Algorithmus dieser BOSE-eigenen Technologie wandelt auch konventionelle Klangquellen, wie beispielsweise eine CD, in fünf separate Audiokanäle um, selbst wenn es sich dabei um zweikanalige Stereoaufnahmen handelt. Auf Knopfdruck lässt sich dank dieser Technologie der BOSE Automotive-Surround-Sound graduiert hinzuschalten. Durch zusätzliche, unabhängige Audiokanäle vorne und hinten im Fahrzeug entsteht ein räumliches 360-Grad-Klangerlebnis.

 

Der AudiopilotTM regelt automatisch den Klang und die Lautstärke in Abhängigkeit von Störgeräuschen wie beispielsweise Wind- und Abrollgeräuschen sowie Gesprächen im Innenraum. Diese Technik stellt so einen gleich bleibenden Klangeindruck über alle Fahrzustände sicher und macht ein permanentes Nachjustieren überflüssig. Die Störgeräusche werden durch ein spezielles Mikrofon in der Lenkstockabdeckung aufgenommen und verarbeitet. Eine wesentliche Verbesserung im Vergleich zum Vorgänger-System konnte durch die Einbindung zusätzlicher Informationen, wie zum Bespiel Fahrzeug-Geschwindigkeit und Verdeckstellung, in die Regel-Arithmetik erreicht werden. Dadurch wird die Regelung der Lautstärke noch stabiler und ungewollte Lautstärkeschwankungen werden fast vollständig vermieden. Zusätzlich zur Soundabstimmung bei geschlossenem Verdeck erfolgt ein weiterer Soundcheck bei Fahrten im offenen Fahrzeug, der beim Betätigen des Verdeckschalters automatisch aktiviert wird.

 

Genauso hochwertig und zukunftsweisend wie die Signalverarbeitung und -aufbereitung ist die Technologie des Lautsprechersystems. Dabei handelt es sich mit Ausnahme der Subwoofer und des Centerfills um so genannte Neodym-Lautsprecher, die kompakter, leichter und gleichzeitig leistungsfähiger als konventionelle Schallwandler sind. Verantwortlich dafür ist ein Neodym-Eisen-Bor-Magnet, der bei gleicher Größe ein zehnfach stärkeres Magnetfeld als herkömmliche Lautsprechermagnete erzeugt.

 

Das BOSE Surround-Sound-System umfasst

·       zwei 25-Millimeter-Neodym-Hochtonlautsprecher und ein 70-Millimeter-Mitteltonlautsprecher in der Armaturentafel

·       zwei 80-Millimeter-Neodym-Mitteltonlautsprecher und zwei 200-Millimeter-Nd-Tieftonlautsprecher in den Türen

·       zwei 70-Millimeter-Breitbandlautsprecher und zwei Subwoofer in der Motorraumabdeckung

 

Sofern das “Sound Package Plus" oder das “BOSE Surround- Sound-System" geordert wird, sind eine Ablage für zwei CD’s sowie ein Klemmhalter für einen Stift fest in das Handschuhfach integriert.

 

Neues Porsche Communication Management mit DVD-Navigation

Auf Wunsch steht für die beiden neuen Boxster-Modelle ein weiterentwickeltes “Porsche Communication Management" (PCM) mit 5,8-Zoll-Farbdisplay, Navigationsmodul und separatem DVD-Laufwerk im vorderen Kofferraum zur Verfügung. Damit kann das integrierte CD-Laufwerk jetzt ausschließlich für Audio-CD’s genutzt werden.

 

Im Zuge der Entwicklung des neuen “PCM" wurde auch das Navigationsmodul grundlegend überarbeitet. Erstmals ist durch die DVD-Navigation eine durchgängige Routenführung innerhalb eines Kontinents möglich, da nun alle Kartendaten auf einer DVD untergebracht werden können. Das DVD-Laufwerk ist zudem in der Lage, deutlich schneller als ein CD-Laufwerk auf diese Daten zuzugreifen. Dadurch können die Routen-Berechnung und Routen-Aktualisierung schneller durchgeführt werden. Darüber hinaus ist es nun möglich, deutlich mehr Zoomstufen mit schnellerem Bildaufbau darzustellen.

 

Optional kann das “PCM" um ein weiterentwickeltes Telefonmodul ergänzt werden, dessen Freisprecheinrichtung in der Sprachqualität nochmals verbessert wurde. Die Position des Freisprechmikrofons wurde aus dem Kombiinstrument auf die Lenksäule verlegt und somit die Richt-Charakteristik noch besser auf den Fahrer ausgelegt.

 

Diverse Funktionen des “PCM" können durch das neue, optional erhältliche Multifunktionslenkrad gesteuert werden. Dieses Lenkrad verfügt unter anderem über eine so genannte Screen-Taste, die mit verschiedenen PCM-Funktionen belegt werden kann. Die Programmierung dieser Funktionen erfolgt im Set Menü des “PCM".

 

Neue Sitze mit verbesserter Ergonomie

Zu den wichtigsten Sensoren eines Sportwagens gehören die Sitze: Sie müssen bequem sein, aber dennoch genügend Rückmeldung übertragen. Sie müssen sicheren Seitenhalt bieten und gleichzeitig langstreckentauglich sein. Porsche hat deshalb eine neue Sitzgeneration entwickelt, die sowohl im neuen 911 Carrera als auch im neuen Boxster eingesetzt wird.

 

Nach umfangreichen Untersuchungen entwickelte Porsche für den neuen Sitz ein patentiertes Dämpfungs-/Schwingungssystem, das die Kondition von Fahrer und Beifahrer auch auf langen Fahrten erhält. Um auch groß gewachsenen Insassen mehr Komfort zu bieten, wurden speziell die Schulteranlage und Sitzkissenbreite entsprechend großzügiger ausgelegt. Die Seitenführung übernehmen höhere Seitenwangen. Dabei unterstützt die Kontur des Gestells die Seitenwangenpolster stärker als bisher. Bei den Sportsitzen ist gegenüber den Seriensitzen der Seitenhalt um nochmals 50 Prozent gesteigert. Die adaptive Sportsitzanlage bietet außerdem die Möglichkeit, die Seitenwangen des Sitzkissens und der Rückenlehne individuell auf den jeweiligen Fahrer anzupassen.

 

Sitzposition tiefergelegt

Sportwagentypisch wird eine möglichst tiefe Sitzposition im Fahrzeug angestrebt. Vorteile sind erhöhte Fahrdynamik durch tieferen Gesamtschwerpunkt und subjektiv angenehmeres Empfinden von Beschleunigungen. Deshalb wurde der Aufbau des Sitzes um wenige Millimeter reduziert. Für den Kunden bedeutet diese tiefere Sitzposition gleichzeitig auch eine größere Kopffreiheit.

 

Durch konsequente Nutzung von Leichtbaupotenzialen bei der Sitzstruktur blieb das Gewicht unverändert, obwohl höhere Festigkeitsanforderungen gestellt wurden und überall dort, wo es umformtechnisch möglich war, höherfester Stahl eingesetzt ist. Dieses Ergebnis ist umso bemerkenswerter als die Sitzlehne höher ausgelegt und zusätzlich mit einem Thorax-Airbag ausgestattet wurde.

 

Vier Sitzvarianten

Für den neuen Boxster und Boxster S sind vier verschiedene Sitzvarianten lieferbar:

 

Die Seriensitze lassen sich in sechs Richtungen einstellen: Die Anpassung der Lehnenneigung erfolgt elektrisch, die Längs- sowie Höheneinstellung mechanisch. Die Höhenanpassung übernimmt eine neu entwickelte Schrittmechanik, die zwischen Sitz und Schweller angeordnet ist.

 

Die vollelektrischen Sitze werden über Bedienelemente an der Schwellerseite des Sitzkissens gesteuert und können in zwölf Richtungen angepasst werden. Zusätzlich zu den Verstellmöglichkeiten der Seriensitze ist die Neigung der Sitzkissen unabhängig von der Lehnenneigung variierbar. Weiterer Bestandteil der vollelektrischen Sitze ist die pneumatische Lordosenstütze mit zwei aufblasbaren Luftkissen, deren Füllgrad auf der Fahrerseite im Sitz-Memory abgespeichert werden kann.

 

Die Sportsitze bauen auf der Seriensitzanlage auf und bieten eine verbesserte Seitenführung. Diese wird einerseits durch erhöhte Seitenwangen in Sitzkissen und Lehne, andererseits durch eine erweiterte Abstützung im Schulterbereich geboten. Weitere Attribute der Sportsitze sind eine straffere Polsterung in Leder und ein sportlicheres Design.

 

Die adaptiven Sportsitze sind die absolut individuellste Sitz-Lösung im neuen Programm. Sie vereinen die Vorzüge der vollelektrischen Sitze mit der verstärkten Seitenführung und dem Design der Sportsitzanlage. Zusätzlich bieten sie dem Insassen eine vierdimensionale Verstellbarkeit der Seitenwangen. Damit können Sitz und Lehne individuell den Körpermaßen angepasst werden.

 

 

Cost-of-Ownership:
Unterhaltskosten um 13 Prozent reduziert

 

Von Anfang an wurde bei der Entwicklung des neuen Boxster und Boxster S darauf geachtet, die Unterhaltskosten gering zu halten und im Vergleich zu den Vorgängermodellen weiter zu senken. Die so genannte Cost-of-Ownership, also die Wartungs-, Kraftstoff- und Versicherungskosten sowie die Steuer ohne Wertverlust konnten insgesamt um 13 Prozent gesenkt werden. Dieser Berechnung liegt eine Laufzeit von vier Jahren mit einer Fahrleistung von 15.000 Kilometern jährlich zugrunde.

 

Die Wartungs- und Ölwechselintervalle der neuen Boxster-Modelle wurden gegenüber der Vorgänger-Generation von 20.000 auf 30.000 Kilometer verlängert. Außerdem muss der Luftfilter durch die deutliche Vergrößerung seiner Fläche nicht mehr nach 20.000, sondern erst nach 60.000 Kilometern gewechselt werden. Dies bedeutet weniger Werkstattaufenthalte für den Kunden und eine Reduzierung der Regelwartungskosten um 21 Prozent. Sollte die Kilometerleistung für eine Regelwartung nicht erreicht werden, muss spätestens alle zwei Jahre eine Wartung durchgeführt werden.

 

Lichtmaschine, Lenkungsservopumpe und Klimaanlage werden auch bei den neuen Motoren über einen einzigen, selbst nachstellenden Riemen angetrieben, der nur alle 90.000 km (bisher 80.000 km) gewechselt werden muss. Die Einzelzündspulen machen die Zündanlage bis auf die Zündkerzen wartungsfrei – und diese müssen ebenfalls erst alle 90.000 km (bisher 80.000 km) oder alle vier Jahre erneuert werden. Darüber hinaus sind durch den Einsatz des neuen ATF-Öls die Getriebe-Ölwechselintervalle bei Fahrzeugen mit Tiptronic S von 160.000 auf 180.000 Kilometer verlängert worden.

 

Niedrigere Reparaturkosten

Durch eine Vielzahl von Einzelmaßnahmen können bei der neuen Boxster-Baureihe die Reparaturkosten bei Bagatellschäden deutlich gesenkt werden. Im Vorderwagenbereich sorgen beispielsweise neue Prall-Elemente im Stoßfänger dafür, dass die Karosserie bei leichten Unfällen vor größeren Beschädigungen geschützt wird. Das Bugteil ist durch leicht handzuhabende Befestigungen (Klipse) sehr einfach und schnell austauschbar. Selbst die Wasserkühler im Bugteil lassen sich dank neuer Kühleranschlüsse in Verbindung mit Schnellkupplungen völlig unkompliziert tauschen. Porsche erwartet aufgrund dieser Maßnahmen eine günstigere Versicherungseinstufung im Vergleich zum Vorgängermodell.

 

 

 

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