Kia Motors hat den Kompakt-SUV Sportage zum Modelljahr 2008 leicht überarbeitet und die Produktion nach Europa verlagert. Der Offroader läuft nun im neuen Kia-Werk in der slowakischen Stadt Zilina vom Band, wo bereits die Kompaktwagen-Familie cee´d hergestellt wird. Wie für den cee´d gewährt Kia auch für den Sportage eine 7-Jahres-Garantie (oder 150.000 Kilometer): 5 Jahre auf das komplette Fahrzeug, 2 weitere Jahre auf den Antriebsstrang inklusive Motor und Getriebe. Damit erhält der Kia Sportage die umfangreichste Garantie im europäischen SUV-Markt. Auch die Garantie gegen Durchrostung wurde von 6 auf 10 Jahre ausgeweitet.
„Mit der hohen Produktionsqualität in unserem neuen Werk in der Slowakei erreichen wir eine höhere Kundenzufriedenheit. Unsere 7-Jahres-Garantie wirkt sich zusätzlich positiv auf den Wiederverkaufswert der Fahrzeuge aus“, sagt Paul Willis, Chief Operating Officer (COO) von Kia Motors Europe.
Dezent überarbeitete Front, mehr Sitz- und Fahrkomfort
äußerlich hat sich das Erfolgsmodell (Deutschlandstart: Januar 2005) nur dezent verändert: Der Kühlergrill wurde neu designt, die Frontscheinwerfer erhielten schwarze Einfassungen, die Außenspiegel wurden vergrößert, die Leichtmetallfelgen neu gestaltet und die Auswahl an Karosseriefarben erweitert und aufgefrischt. Zehn Farbtöne stehen nun zur Wahl.
Der Innenraum bietet auf allen Plätzen noch mehr Sitzkomfort: Vorn geben die 40 Millimeter längeren und 20 Millimeter breiteren Sitzflächen mehr Halt, hinten wurde das Sitzkissen in Form und Stabilität optimiert und die Rückbank um 5 Millimeter abgesenkt, was die Kopffreiheit vergrößert.
Auch technisch weist der Sportage „made in Europe“ einige Verbesserungen auf. So arbeitet die Servolenkung jetzt direkter. Das Fahrwerk mit den standardmäßigen 16-Zoll-Leichtmetallrädern ist straffer abgestimmt, was dem „Onroad“-Handling zugute kommt und das Wankverhalten verbessert. Größere Bremsscheiben vorn (Durchmesser 300 mm) verzögern den Sportage noch effektiver.
Durch neu gestaltete Außenspiegel-Gehäuse und verbesserte Dichtungen um das elektrische Glasschiebedach konnten die Windgeräusche weiter reduziert werden. Und auch als Zugmaschine ist der Sportage noch stärker geworden: Gegenüber dem vorherigen Modell ist die Anhängelast um 12,5 Prozent gestiegen und beträgt nun maximal 1.800 Kilogramm.
Erweiterte Serienausstattung, zwei Navigationssysteme zur Wahl
Die Serienausstattung des Kia Sportage ist umfassender als bisher. Schon die Basis-Ausführung CUP beinhaltet neben der Klimaanlage unter anderem elektrische Fensterheber, elektrisch einstellbare Außenspiegel, Zentralverriegelung, Geschwindigkeitsregelanlage (GRA), achtfach einstellbaren Fahrersitz mit Lendenwirbelstütze, 16-Zoll-Leichtmetallfelgen, Dachreling, separat zu öffnende Heckscheibe, Gepäcknetz, abgedunkelte Scheiben hinten (Privacy Glass) sowie in Wagenfarbe lackierte Stoßfänger, Türgriffe und Außenspiegel. Bei der Dieselvariante kommen ein Innenraumzuheizer und ein verchromtes Doppelauspuff-Endrohr dazu.
Die gehobene CHAMP-Ausführung verfügt zusätzlich unter anderem über eine Leder-Teilausstattung, Sitzheizung vorn, Klimaautomatik mit Außentemperaturanzeige, Zentralverriegelung mit Fernbedienung, beheizbare elektrische Außenspiegel, Zentralkonsole und Türgriffe innen in Metalloptik, Türeinstiegsleisten aus Edelstahl, Türeinstiegsleuchten vorn, Nebelscheinwerfer und eine Diebstahlwarnanlage.
Noch umfangreicher ist die CHAMP-Ausführung beim Top-Modell 2.7 V6. Zur Serienausstattung gehören Vierstufen-Automatik, elektrisches Glasschiebedach, Dämmerungssensor, Bordcomputer, ein selbstabblendender Innenrückspiegel mit Kompass, verchromte Türgriffe innen sowie ein verchromtes Doppelauspuff-Endrohr.
Jeder Kia Sportage ist ab Werk mit einer Radiovorbereitung, vier Lautsprechern und einer Dachantenne ausgerüstet. In der CHAMP-Ausführung kommen zwei Hochtöner hinzu sowie ein CD-Radio, das optional auch für die Version CUP angeboten wird. Alle Ausführungen können mit Navigationssystem geordert werden. Zwei Varianten stehen als Sonderausstattung zur Verfügung: Das Turn-by-Turn-System Kia Becker Navigation „Indianapolis Pro“ sowie die Kia Clarion Multimedia-Navigation mit 7-Zoll-Touchscreen.
Geräumiges, variables Interieur und vollständig versenkbare Rückbank
Der Sportage bietet seinen Käufern viel von der modernen Technik und dem eleganten Design des Kia Sorento, nur in kompakterer Form. Andererseits übertrifft der 4,35 lange und 1,84 breite Offroader in seinen Außen- und Innenmaßen viele Wettbewerber im Kompakt-SUV-Segment. Der großzügige Innenraum bietet fünf Erwachsenen bequem Platz. Durch die innovative „Drop & Fold“-Rückbank (mit neigungsverstellbarer Rückenlehne) lässt sich der Offroader aber auch blitzschnell in einen Transporter mit völlig ebener Ladefläche von 1,64 Meter Länge verwandeln. Falls noch mehr Platz benötigt wird: Die Lehne des Beifahrersitzes ist nach vorn umklappbar.
Ein weiterer Pluspunkt in der Alltagstauglichkeit: Wie der Sorento verfügt auch der Sportage über eine separat zu öffnende Heckscheibe, durch die sich leichte Gegenstände wie Einkaufstaschen schnell verstauen lassen – die Gepäckraumabdeckung ist besonders stabil ausgeführt und eignet sich gut als Ablage. Der Gepäckraum selbst fasst bis zur Abdeckung 332 Liter (dachhoch 573 Liter). Sein Volumen lässt sich durch das teilweise oder vollständige Einklappen der Rückbank auf bis zu 1411 Liter erweitern.
Drei kraftvolle Motoren und elektronisch geregelter Allradantrieb
Die Motorenpalette des Kia Sportage umfasst zwei Benziner (2.0 CVVT und 2.7 V6) und einen 2-Liter-Turbodiesel. Die beiden 2-Liter-Modelle sind wahlweise mit Frontantrieb (2WD) oder Allradantrieb (4WD) erhältlich und standardmäßig mit Schaltgetrieben ausgerüstet (Diesel: Sechsgang, Benziner: Fünfgang). Für den Diesel steht optional auch eine Vierstufen-Automatik zur Wahl. Das Top-Modell Sportage 2.7 V6 verfügt serienmäßig über Automatikgetriebe und Allradantrieb.
Der 140 PS starke Turbodiesel mit variabler Turbinengeometrie ist mit Dieselpartikelfilter, Abgasrückführsystem und Ladeluftkühler ausgestattet. Der Motor verbindet hohe Kraftentfaltung (305 Nm Drehmoment) mit niedrigen Verbrauchswerten (Allradversion: 7,1 Liter je 100 km). Der 2-Liter-Benziner arbeitet mit variabler Ventilsteuerung (CVVT) und mobilisiert 141 PS sowie ein maximales Drehmoment von 184 Nm. Der Durchschnittsverbrauch liegt bei 8,2 Liter je 100 Kilometer (Frontantrieb: 8,0 Liter). Das stärkste Triebwerk, der V6-Benziner mit 2,7 Liter Hubraum, leistet 175 PS (Drehmoment: 241 Nm) und beschleunigt den Sportage in 10,5 Sekunden auf 100 Stundenkilometer.
Die 4WD-Versionen des Kia Sportage sind mit einem elektronisch geregelten Allradsystem ausgerüstet. Es ist ständig aktiviert und leitet bei Bedarf bis zu 50 Prozent der Motorkraft an die Hinterachse. Bei normalen, trockenen Straßenverhältnissen werden nur die Vorderräder angetrieben. Falls nötig – zum Beispiel im Gelände – kann eine gleichmäßige Kraftverteilung auf Vorder- und Hinterachse (je 50 Prozent) eingestellt werden. Ab 35 Stundenkilometern kehrt der Sportage automatisch zur elektronischen Kraftverteilung zurück.
Hohes Sicherheitsniveau: Sechs Airbags, ESP und Traktionskontrolle
Der Kia Sportage bietet eine umfassende aktive wie passive Sicherheitsausstattung. Serienmäßig an Bord sind Front- und Seitenairbags für Fahrer und Beifahrer, von vorn nach hinten durchgehende Kopfairbags, Gurtstraffer und Gurtkraftbegrenzer vorn sowie höhenverstellbare Kopfstützen an allen Plätzen. Für eine effektive Verzögerung sorgt das ABS-Bremssystem mit elektronischer Bremskraftverteilung (EBD) und Scheibenbremsen vorn und hinten. Acht der neun Modell-Ausführungen verfügen zudem serienmäßig über ein elektronisches Stabilitätsprogramm (ESP). Für den Sportage 2.0 CVVT CUP mit Frontantrieb wird es optional angeboten (in Verbindung mit CUP-Paket).